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Blick ins Rebland und auf den Schwarzwald

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Weingut Kurt Fischer


Unser Wein - Lexikon


 

 

Abgang

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Nachgeschmack, nach dem Schlucken des Weines

Abstich

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(franz.): soutirage) Verfahren bei dem der junge Wein vom Bodensatz getrennt wird.

Anbaugebiete - Ahr - Ahr im Überblick

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Geographische Lage:Im Nordwesten vom Ahrgebirge begrenzt im Schutz der Eifel
Klima:Mild und günstig (Kölner Bucht), teilweise treibhausartig in Steillagen
Böden:Tiefgründig und lößreich im unteren Ahrtal, steinhaltig, teilweise Schiefer und vulkanisches Gestein im mittleren Ahrtal
Rebfläche:ca. 540 ha, 1 Bereich, 1 Großlage, 40 Einzellagen
Rebsorten:Blauer Spätburgunder, Blauer Portugieser, Dornfelder, Riesling, Müller-Thurgau; eine besondere Spezialität ist der Frühburgunder

Amtliche Prüfungsnummer

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Ein Weinetikett ist die Visitenkarte eines Weines. Es vermittelt vielfältige Informationen, die beim Weineinkauf wichtig sind.
Beim Weineinkauf existieren wichtige Informationen: Jahrgang, Rebsorte, Herkunft, Qualitätsstufe, Weinart, Geschmacksangabe, Alkoholgehalt, den Erzeugernamen, die amtliche Prüfnummer.
Teilweise sind solche Angaben Pflicht, teilweise sind sie freigestellt. Obligatorische Angabe bei einem deutschen Qualitätswein oder Qualitätswein mit Prädikat ist die Bezeichnung der Qualitätsstufe und des Anbaugebiets, aus dem der Wein kommt. Zusätzlich kann eine engere Herkunftsbezeichnung, ein Weinort oder eine Weinlage genannt werden. Auf dem Etikett angegeben sein müssen außerdem die amtliche Prüfnummer, der Erzeuger (Gutsabfüllung/Erzeugerabfüllung) oder Abfüller, der vorhandene Alkoholgehalt in Volumenprozent und der Flascheninhalt. Erlaubt ist die Angabe des vorhandenen Restzuckergehaltes, doch dies wird selten mitgeteilt. Der Jahrgang darf nur angegeben sein, wenn mindestens 85 % des Weins aus der Ernte des jeweiligen Jahrgangs stammt. Die Nennung einer Rebsorte ist erlaubt, wenn 85 % der Trauben von dieser Sorte stammen und damit geschmacksprägend sind. Auch drei Rebsorten dürfen (in absteigender Reihenfolge nach ihrem Mengenanteil) genannt werden, wenn der Wein vollständig von ihnen stammt.
Differenzierte Hinweise auf dem Etikett sind eigentlich ein Informationsvorteil für den Verbraucher. Andererseits sind viele Konsumenten, die beim Weinkauf nicht beraten werden, überfordert und verunsichert.
Was die Orientierung erleichtert: Die amtliche Prüfnummer gibt eine Garantie für einen qualitativen Mindeststandard ebenso wie der (gute) Name eines Erzeugers. Die Rebsorte beeinflusst Duft und Geschmack erheblich, ebenso wie die Geschmacksrichtung, die bei trockenen und halbtrockenen Weinen meistens angegeben ist. Die Weinlage ist eine Orientierung, aber eher für Kenner von Bedeutung. Mehrere Erzeuger können aus einer Weinlage durchaus unterschiedliche Weine liefern.
Seit geraumer Zeit bemühen sich die Weinabfüller, die Weinetiketten nicht mit zu vielen Angaben zu überfrachten. Mehr Klarheit durch übersichtliche Optik heißt die Devise. Manche Erzeuger stellen für ihre Weine nur noch den Erzeugernamen, die Geschmacksrichtung und Rebsorte heraus und verzichten auf Weinlagenangaben. Andere platzieren die nicht obligatorischen Angaben auf einem Rückenetikett, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Seit einigen Jahren erfahren Weinetiketten auch eine kreative Aufwertung. Grafisch modern gestaltete Versionen zeigen, dass die deutschen Winzer mit dem Zeitgeschmack gehen.

Aromen (Wein)

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Das komplette Genusserlebnis mit dem Wein-Aromarad.
Genuss - insbesondere der von Wein - spielt sich nicht nur auf der Zunge ab, sondern ganz wesentlich auch in der Nase. Wollen wir die Bedeutung daromenes Schmeckens und Riechens vergleichen, so liefert der Geschmack ein Grundmuster und informiert über die Harmonie des Weines. Demgegenüber vermittelt der Geruch dessen Vielfalt und unendliche Feinheiten. Die Geschmacksknospen der Zunge lassen uns die vier 

Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter und salzig erkennen. Im Geruch hingegen offenbaren sich über tausend Geruchsnuancen, von denen die wichtigsten für deutsche Weine im Aromarad zu finden sind. Das komplette Genusserlebnis bilden Geschmack und Geruch aber erst gemeinsam. Beim Schmecken des Weines treten, durch ausgiebiges Schlürfen unterstützt, die Aromastoffe in die Atemluft und beim Ausatmen zwangsläufig in die Nase. Hier entscheidet sich erst, ob der Wein fruchtig oder blumig schmeckt. Wie wichtig dieser sogenannte retronasale Geruch während des Schmeckens ist, kann jeder bei einem Schnupfen feststellen, wenn selbst die Lieblingsspeise plötzlich fad schmeckt, da der Zugang zum Geruchssinn für die Aromastoffe blockiert ist. Was Sie nun alles riechen und schmecken können, welche Schlussfolgerungen Sie daraus ziehen können und vor allem wie man dies auch kompetent in Worte fassen kann, das alles zeigt Ihnen das Aromarad.
Aromen Rotweine (Portugieser)
rote Johannisb. - Sauerkirsche - Himbeere - schwarzer Pfeffer - Wacholderbeere - Aromen Rotweine
Aromen Rotweine (Spätburgunder)
Erdbeere - Brombeere - Veilchen - Rauch - Leder - Vanille
Aromen Rotweine (Dornfelder)
Sauerkirsche - Brombeere - schwarze Johnnisb. - grüner Paprika - Vanille - Butter
Aromen Rotweine (Schwarzriesling)
Süßkirsche - Erdbeere - Orange - getrocknete Pflaume - Rauch
Aromen Rotweine (Lemberger)
schw. Johannisb. - Brombeere - Sauerkirsche - Fruchtdrops - grüner Paprika - Wacholderbeere
Aromen Rotweine (Trollinger)
Fruchtdrops - rote Johannisb. - Sauerkirsche - Zitrone - grüne Bohne
Aromen Rotweine (Regent)
Sauerkirsche - schw. Johannisb. - Brombeere - Holunder - getrocknete Pflaume
Aromen Weißweine (Riesling)
Weinbergpfirsich - Apfel - Grapefruit - Rosenblüte - Honig - frisches Gras
Aromen Weißweine (Müller-Thurgau)
grüner Apfel - Zitrone - schw. Johannisb. - Geranie - Muskatnuss - grüner Paprika
Aromen Weißweine (Silvaner)
Stachelbeere - Birne - Heu - Artischocke - Minze - Rauch
Aromen Weißweine (Kerner)
Birne - Orangenkonfitüre - schw. Johannisb. - Aprikose - Eisbonbon - grüne Bohne
Aromen Weißweine (Grauburgunder/Weißburgunder)
Ananas - Aprikose - Zitrone - grüne Bohne - Butter - Vanille
Aromen Weißweine (edelsüße Weine)
Honig - Karamell - Aprikose - Pfirsisch - Mango - Rosine

Ausbau

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Lagerung des jungen Weines bis er abgefüllt wird in Holzfässern, Barriques oder in Edelstahltanks. Die Lagerzeit kann dauern von "wenigen Wochen " bis zu mehrern Jahren. Bordeaux: ca. 16 Monate, Reservas mindestens 3 Jahre, Sherrys lagern u.a. mehr als 30 Jahre.

Auslese

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Nach Kabinett und Spätlese ist die Auslese die 3. Prädikatsstufe. Auslese: edle Weine aus vollreifen Trauben, unreife Beeren werden ausgesondert.

Baden - Anbaugebiet - Sonnenbank der Nation

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Das Anbaugebiet Baden erstreckt sich wie ein grünes Band über 400 Kilometer von der Tauber im Norden bis zum Bodensee im Süden. (Tauberfranken, Badische Bergstraße, Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl,  Tuniberg,  Markgräflerland  und Bodensee )
Baden in Baden-Baden, Mummeln im Mummelsee
Durch die Ortenau verlaufen hübsche Weinwanderwege von Baden-Baden bis zum Schuttertal bei Offenburg. Im Schuttertal finden Ende Juli die Schwarzwälder Holzfällermeisterschaften statt, die mondäne Kurstadt Baden-Baden entfaltet ihr Nobel-Ambiente auf der Galopprennbahn, in der Spielbank und den Kuranlagen mit schicken Bädern. Die private „Sammlung Frieder Burda“ beherbergt fast 500 Werke von Arp über Jawlensky und Pollock bis Warhol. Gengenbach, Durbach und Sasbachwalden sind reizvolle Weinbauorte an den Schwarzwaldhängen. Am ersten Oktober-Wochenende verbinden die Sasbachwaldener ihr Weinfest mit dem Erntedank, ein Ausflug zum Mummselsee ist immer nett. Der See verdankt seinen Namen den weißen Seerosen (Mummeln), die einst dort wuchsen.

Baden im Überblick

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Geographische Lage:
Vom Bodensee entlang der Oberrheinischen Tiefebene über die Badische Bergstraße und den Kraichgau bis Tauberfranken
Klima: sonnig und warm, am Kaiserstuhl wärmste Region Deutschlands
Böden: Moränenschotter am Bodensee, tertiäre Kalk-, Ton- und Mergelböden, riesige Lößablagerungen, vulkanische Böden am Kaiserstuhl und im Markgräflerland, Muschelkalk und Keuper (im Kraichgau und Taubergrund)
Rebfläche: ca. 16.000 ha, 9 Bereiche, 16 Großlagen, 314 Einzellagen
Rebsorten: Blauer Spätburgunder, Müller-Thurgau, Grauburgunder, Riesling, Gutedel, Weißer Burgunder, Silvaner, Traminer
Vermarktung: Badische Weine sind bundesweit im Lebensmittel- und Fachhandel und in der Gastronomie verbreitet. Ein Absatzschwerpunkt ist Baden-Württemberg. Auch die Direktvermarktung spielt eine große Rolle. Der Exportanteil ist recht niedrig.

Beerenauslese

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Beerenauslese: volle fruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren, der Botrytispilz (Edelfäule) trägt mit zur Qualität bei, die edelfaulen Beeren werden einzeln mit einer Schere geschnitten. Solche Weine können nicht in jedem Weinjahrgang geerntet werden und sind über Jahrzehnte lagerfähig. (Min. 125 Öchsle).

Besenwirtschaft

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(Straußenwirtschaft, Buschschenke). Winzern, Weingüter und Weinbauern vermarkten zu bestimmten Zeiten im Jahr ihren selbsterzeugten Wein. Dieses geschieht in der Regel in Biergärten, Kellergewöben, Scheunen, etc. oder auch in ganz frühen Zeiten schon mal im hergerichteten Wohnzimmer. Besenwirtschaften unterliegen nicht dem "Gaststättengewerbe" und sind daher - unter bestimmten Bedingungen - erlaubnis- und abgabebfrei, eine Konzession wie im Gaststättengewerbe ist daher nicht erforderlich. Die Bedingungen, eine Besenwirtschaft zu führen sind u.a.:Es dürfen nur maximal 40 Sitzplätze zur Verfügung stehen, der Verkauf darf höchstens 4 Monate im Jahr erfolgen, die Konzession muss beim Gewerbeamt angemeldet werden, andere alkoholische Getränke als Wein dürfen nicht ausgeschenkt werden, einfache Speisen sind erlaubt, etc.

Bitzler - Federweisser

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Federweißer ist ein Genuss, der zum Herbst gehört wie dbitzlerer leckere Zwiebelkuchen und die köstlichen Edelkastanien, die man traditionell zum Federweißen serviert.
Den Namen verdankt er seiner milchig undurchsichtigen Farbe, die von der schwebenden, an Federchen erinnernden Hefe kommt. Je nach Gebiet wird der Federweiße auch Bitzler, Sauser oder Rauscher genannt.
 Bis Sie sich in geselliger Runde ein Glas Federweißen einschenken können, ist bereits eine ganze Menge passiert. Beim Angären in den Fässern des frisch gekelterten Mostes sind Hefen in Aktion getreten. Diese haben den Zucker der Trauben vornehmlich in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt, wobei sich der Most weißlich verfärbt hat - die meisten früh reifenden Rebsorten für Federweißer sind weiß. Regional findet man auch den Roten Sauser, der aus roten Trauben gekeltert wird.
Wohl dosiert genossen, ist Federweißer ein sehr gesundes Getränk. Denn der entstehende Wein enthält als Federweißer die meisten Vitamine. Vor allem die Vitamine Bl und B2 sind in großzügiger Menge vertreten. Vitamin Bl dient unter anderem der Regulation des Kohlenhydrat-Stoffwechsels, Vitamin B2 hält beispielsweise Augen und Haut gesund und regeneriert das Zellgewebe. Hinzu kommt die entschlackende Wirkung durch den hohen Anteil an Hefe.

Bremser

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Steht Mundartlich für den trüben, gärenden Traubenmost als
Vorstufe des Federweißen. Steht für trübenden Traubenmost, süss, durch Vitamine gesund.

brut

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franz.: herb, trocken, Schaumwein mit weniger als 15 g/l Restzucker.

Bukett Blume

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(Bouquet) Duft des Weines.

Butte

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Trichterförmiges Gefäß von ca. 30 Litern Inhalt, das bei der Weinlese vom Buttenträger auf dem Rücken getragen wird, um die Trauben in die große Bütt (1000 Liter) zu transportieren.

Champagner

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(Französisch le champagne) ist ein Schaumwein, der in der Weinbauregion Champagne in Frankreich nach streng festgelegten Regeln angebaut und gekeltert wird. Er gilt als das festlichste aller Getränke und ist weltberühmt. Die im Wein gelöChampagnerste Kohlensäure wird durch eine zweite Gärung erreicht, die in der Flasche stattfindet und „Méthode traditionnelle“ genannt wird. Champagner genießt den Status einer Appellation d'Origine Contrôlée, auch wenn dies nicht auf dem Etikett aufgeführt wird.
Die Bezeichnung „Champagner“ ist markenrechtlich geschützt. Andere Schaumweine müssen nach deutschem Lebensmittelrecht, je nach Herstellung und Herkunftsland, als Sekt bezeichnet werden. Durch Flaschengärung hergestellte Schaumweine heißen in Frankreich und in Luxemburg Vin Mousseux oder Crémant, in Spanien Cava, in Italien Spumante, in Deutschland Winzersekt und in Österreich Hauersekt, sofern die Grundweine aus einem einzigen Winzerbetrieb stammen und von diesem selbst oder in einer Erzeuger-Gemeinschaft hergestellt wurden. Ob der deutlich höhere Preis von Champagner stets gerechtfertigt ist, sei dahingestellt. Zweifellos bezahlt der Konsument vor allem bei Produkten der führenden Hersteller auch das weltweite Marketing mit. Fakt ist aber auch, dass Champagner den strengsten Herstellungsvorschriften aller Schaumweine unterliegt, deren Einhaltung durch unabhängige Stellen kontrolliert wird.

Degustation - Weinprobe

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Sie macht Spaß, sie ist leichter zu habDegustation - Weinprobeen, als man meint, und bei ihr lernt man etwas: bei der Weinprobe zu Hause. Mit Freunden oder einfach mal so zu zweit. Was man dazu braucht oder wissen müsste? Weniger, als man denkt ...

Mit allen Sinnen genießen
Zunächst gilt es, Klarheit und Farbe des Weins zu betrachten. Beide geben Aufschluss über den
 

Zustand und die Reife des Weins. Je reifer beispielsweise ein Weißwein ist, umso goldener schimmert er, bis hin zum dunklen Bernstein.

Doch nicht nur das Auge wird durch das Schwenken auf den Genuss vorbereitet. Auch der Wein entfaltet an der Luft sein Aroma, sein Bukett. Diesen Duft einzufangen erfordert eine gewisse Übung. Schließlich sind die meisten Menschen nicht sehr geschult darin, ihre Geruchsempfindungen in Worte zu fassen. Was dabei hilft, ist der Vergleich mit vertrauten Düften. Erinnert der Wein an Früchte wie Äpfel, Beeren oder Pfirsiche? Hat er einen Hauch von Frühlingsblumen oder frischen, grünen Feldern? Duftet er leicht nach Holz oder etwa wie Vanille? Das Wein-Aromarad hilft Ihnen dabei, Ihre Sinneseindrücke beim Riechen und Schmecken treffend in Worte zu fassen.
Gut kaufen, gut lüften, gut sortieren
Der Geschmack eines Weines entfaltet sich an unterschiedlichen Stellen im Mund. Was dem Wein und auch den Geschmacksknospen hilft, ist zunächst einmal Luft. Das erklärt, warum manche Weingenießer den Wein schlurfen oder ein wenig Luft durch den Wein nachziehen und den Wein über die Zunge rollen lassen. Denn nur so lassen sich alle Geschmacks- und Aromanuancen wahrnehmen.
Damit der Geschmackssinn während einer ausgiebigen Weinprobe nicht überfordert wird, empfiehlt es sich, langsam zu steigern: leicht vor schwer, trocken vor lieblich, jung vor alt. Natürlich können Sie auch nur weiße oder nur rote, nur trockene oder nur reifere Weine probieren - erlaubt ist, was gefällt und schmeckt.
Welche Weine Sie für eine Probe zusammenstellen, liegt ganz bei Ihnen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Auswahl aus einem Anbaugebiet? Der Reiz dieser Probe ist es, einen charakteristischen, gebietstypischen Geschmack zu entdecken.
Oder Sie nehmen vergleichbare Weine einer Rebsorte, zum Beispiel Riesling, aus verschiedenen Anbaugebieten: Bei gleichem Jahrgang und gleicher Qualitätsstufe (wie Kabinett oder Spätlese) werden Sie erstaunliche Unterschiede erschmecken können.
Weitere Ideen für eine Weinprobe: Qualitätsstufen-Weinprobe, Jahrgangs-Weinprobe oder auch eine Überraschungs-Weinprobe, bei der Ihre Gäste ihre Favoriten selbst mitbringen.
Wenig Aufwand, viel Genuss
Für eine Weinprobe ist nicht viel vorzubereiten. Sie brauchen natürlich die Weine und sollten für die richtige Temperatur sorgen: Weißwein im Kühlschrank auf 7 bis 8 Grad Celsius kühlen, Rotwein am besten bei etwa 18 Grad Celsius anbieten. Wer es genau nimmt, kann sich an folgende Empfehlungen halten:
Junge, leichte Weißweine
z.B. Riesling Kabinett 9 - 11° C

Reife, kräftige Weißweine,
z.B. Weißburgunder Spätlese
11 - 13° C

Roséweine, Weißherbst 9 - 13° C
Jugendliche, leichte Rotweine, z.B. Portugieser oder Trollinger 14 - 16° C
Reife, gehaltvolle Rotweine, z.B. 

Spätburgunder Spätlese 16 - 18° C. Gehaltvolle und sehr gerbstoffbetonte Rotweine, z.B. Barrique 18 - 20° C

Zum Thema Glas gibt es eigentlich nur zwei Punkte zu beachten. Erstens sollte das Glas zur vollen Entfaltung des Buketts einen tulpenförmigen Kelch haben. Und damit man zweitens die Farbe ohne Fingerabdrücke beurteilen kann, sollte das Glas klar sein und einen Stiel haben, an dem man es anfassen kann. Zur Weinprobe selbst werden Brötchen oder Brot und ein Schluck frisches Wasser gereicht. Ein Bissen zwischen den probierten Weinen neutralisiert den Geschmack. Hinterher darf dann ein herzhafter Imbiss folgen, zu dem man die zuvor verkosteten Weine genießt.
Auf ins Vergnügen
Eine Weinflasche zu öffnen ist eine Vorfreude, die man bei einer Weinprobe gleich mehrfach genießen kann. Apropos Anzahl: Eine kleine Weinprobe kann man bereits mit 4 - 5 Sorten beginnen, bei etwa 12 - 14 Weinen nimmt die Unterscheidungsfähigkeit der Geschmacksknospen manchmal ab.
Das Entkorken sollte so behutsam wie möglich geschehen. Am besten nehmen Sie dazu einen Korkenzieher mit großen Windungen. Er erfasst den Korken, ohne dass Korkenkrümel in den Wein geraten. Denn vor allem bei älteren Weinen kommt es vor, dass der Korken brüchig geworden ist. Weißweine sollten kurz vor dem Servieren geöffnet werden. Gehaltvolle Rotweine sollte man wesentlich früher öffnen. Um Duft und Aroma des Weines intensiv wahrzunehmen, sollten die Weingläser nur zur Hälfte gefüllt werden.
 

Deutschland Qualitätsstufen

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Die Qualität eines Weins wird Bestimmt sowohl durch die Farbe, den Geruch und den Geschmack als auch durch die Herkunft. So dürfen Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA) und Qualitätsweine mit Prädikat nur aus einem einzigen der zugelassenen Weinanbaugebiete stammen und nur aus den dort empfohlenen Traubensorten bestehen. Sie müssen weiterhin einer amtliche Prüfung bestehen, die nach bestimmten Kriterien urteilt
 
 

Europäische Qualitatsstufen

Deutschland

Italien

Frankreich

Spanien

Portugal

Tafelwein
Landwein
QbA
(Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete)
Qualitätswein
mit Prädikat

 

Vino da tavola
IGT
(Indicazione Geografica Tipica)

DOC
(Denominazione di Origine Controllata)
DOCG
(Denominazione di Origine Controllata e Garantita)

Vin de table
Vin de pays
Regionale AOC
(Appellation d'Origine Contrôlée)

VDQS
(Vin Délimité de Qualité Supérieure)

AOC
(Appellation d'Origine Contrôlée)

Vino de mesa oder
Vino corriente

Vino de la tierra
Denominación de Origen
DOC
(Denominación de Origen Calificada)
 

 Vinho do mesa
Vinho regional
VQPRD
(Vinhos de Qualidade Produzidos em Região Determinada)
DOC
(Denominação de Origem Controlada)



 

 

 

 

 

 

 

 


Edelfäulepilz

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Botrytis cinerea, der große Schäden auf unreifen Beeren verursachen kann (Rohfäule, die Trauben reifen nicht mehr und fallen ab). Willkommen ist der Botrytis jedoch bei warmen und trockenem Wetter, das eine Steigerung der Qualität des Weines bewirkt (Perforierung der Traubenhaut, bessere Verdunstung des Wassers, Erhöhung der Zuckerkonzentration) und zur "Edelfäule" führt. (Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Auslese).

Edelreis

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(Plural: Edelreiser) ist ein wenige Zentimeter langes Teilstück einer Pfropfrebe. Abgeschnittene einjährige Triebe einer wertvollen Sorte werden aufgepfropft auf eine Sorte von einer minderen Qualität. Wird verwendet bei der Vermehrung von Rebsorten.

Eiswein

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Eiswein: aus Trauben, bei denen das gleiche Mindestmostgewicht wie bei einer Beerenauslese erreicht wurde und die Trauben in gefrorenem Zustand unter minus 7 Grad Celsius gelesen und gefroren gekeltert werden, so dass nur das Frucht-Konzentrat ausgepresst wird.

entrappen - Allgemeiner Produktionsprozess

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Lese  abbeeren/entrappen  mahlen/quetschen - Maische 
pressen/keltern - Most  Mostbehandlung  Gärung  Jungwein  Abstich Wein  Ausbau Abfüllung



Geschmacksgrade : Wein + Schaumwein

Unterschieden werden bei Wein und Schaumwein folgenden Geschmacksgrade:

Geschmacksgrade Wein

 

 Restzuckergehalt

trocken

maximal 9 g/l

halbtrocken

maximal 9 bis 18 g/l

lieblich

über 18 g/l, bis 45 g/l

mild

über 45 g/l.



 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

Geschmacksgrade Schaumwein 

deutsch

franz.

engl.

ital.

russ.

extra herb

extra brut

 

 

 

herb

brut

 

 

 

extra trocken

très sec

extra dry

 

 

trocken

sec

dry

secco asciutto

suchoy

halbtrocken

demi-sec

medium dry

aboccato

polsuchoy

mild

doux

sweet

dolces

latkoy






 

 

 

 

 

 

 

Restzucker Schaumwein

deutsch

franz.

engl

ital.

Restzucker

extra herb

extra brut

 

 

0 - 6 g/l

herb

brut

 

 

< als 15 g/l

extra trocken

très sec

extra dry

 

 12 - 20 g/l.

trocken

sec

dry

secco asciutto

20 - 35 g/l

halb trocken

demi-sec

medium dry

aboccato

35 - 50 g/l

mild

doux

sweet

dolce

über 50 g/l





 

 

 

 

 

 

 

 

 Flaschengärung - Sekt (klassisch)

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Bei der Urmethode der Sektherstellung, der Méthode champenoise, findet die zweite Gärung in der einzelnen Flasche statt, die der Sekt erst zum Genuss wieder verlässt. Nach der zweiten Gärung ruht und reift der Sekt mehrere Monate, manchmal Jahre, auf seiner Hefe im dunklen und kühlen Keller. Danach werden die Flaschen waagerecht in so genannte Rüttelpulte gesteckt, vier Wochen lang täglich vorsichtig gedreht und gleichzeitig immer steifer mit dem Kopf nach unten aufgerichtet. Nach diesem aufwändigen Prozess hat sich die Hefe vollständig im Flaschenhals angesammelt. Die Flaschenhälse werden in eine Kältesole getaucht, sodass die Hefe gefriert. Wird die Flasche nun geöffnet, platzt der Hefepfropfen heraus. Der geringfügige Verlust in der Flasche wird ausgeglichen, die Flasche wieder mit einem Stopfen verschlossen und mit einem Draht gesichert.
Da der Begriff der Méthode champenoise seit vielen Jahren den Erzeugnissen aus der Champagne vorbehalten ist, erhält Sekt, der nach diesem Verfahren hergestellt wird, in Deutschland die Bezeichnung "traditionelle" oder auch "klassische Flaschengärung".
Sekt hat seine eigenen Rituale und Regeln. Während manche Weine zu Hause noch reifen können, verlässt der Sekt die Keller der Winzer auf dem Höhepunkt seiner Reife. In kühlen, dunklen Kellern lässt er sich jedoch ohne weiteres ein bis drei Jahre lagern, ohne seine Spitzenqualität zu verlieren.

Flaschengrößen:

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Champagner gibts es in verschiedenen Flaschengrößen, die Standardgröße ist die 0,75 l oder 1/1-Flasche. Für die anderen Flaschengrößen haben sich eigene Bezeichnungen etabliert. Alle Flaschen, die größer als die Jeroboam-Flasche (3 Liter / Doppelmagnum) sind, tragen biblische Namen. Eine Ausnahme hiervon bildet die Sovereign- und die Primat-Flasche.

Normalgröße

Liter

Bezeichnung

1/4

0,2

Piccolo

1/2

0,375

Demi / Filette

1

0,75

Imperial

2

1,5

Magnum

4

3

Jeroboam / Doppelmagnum

6

4,5

Rehoboam

8

6

Methusalem

12

9

Salmanaza

16

12

Balthazar

20

15

Nebukadnezar

24

18

Melchior bzw. Goliath

35

26,25

Souverain oder Sovereign

36

27

Primat

40

39

Melchisedech







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Franken - Anbaugebiet - Bocksbeutel und Barock

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Der Bocksbeutel, eine bauchige Flasche, ist das Markenzeichen des Frankenweins. Ursprünglich durften nur Weine aus Würzburg darin abgefüllt werden, heute steht die markante Flaschenform für eine ganze Region.
Geographische Lage: Zwischen Aschaffenburg und Schweinfurt an den südwärts gerichteten Talhängen des Mains und seiner Nebenflüsse
Klima: überwiegend kontinental mit trockenen, warmen Sommern und kalten Wintern
Böden: Verwitterungsböden des Urgesteins und Buntsandsteins im Mainviereck in Unterfranken und Spessart, Lehm-, Löß- und Muschelkalkböden im Maindreieck bei Wertheim und Miltenberg, Keuperböden im Bereich Steigerwald.
Rebfläche: ca. 6.100 ha, aufgeteilt in 3 Bereiche, 23 Großlagen, 216 Einzellagen.
Rebsorten: Müller-Thurgau, Silvaner, Bacchus, Kerner, Scheurebe, Riesling, Spezialitäten wie Rieslaner und Spätburgunder
Vermarktung: Der Direktverkauf ab Weingut oder Winzergenossenschaft ist in Franken recht hoch. 80 % der Weine werden im Umkreis von 250 km verkauft, vor allem in Bayern. Vermarktung im Fachgroß- und Einzelhandel und im Lebensmittelhandel ausserhalb des Gebiets durch Genossenschaften und größere Weingüter.

Fülldosage

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Mischung aus in Wein gelöstem Zucker und Hefe. Bei der Herstellung von Schaumweinen wird die Hefe zur Einleitung des zweiten Gärungsprozesses beigefügt. Hierbei spaltet die Hefe den Zucker in Alkohol und Kohlensäure.

Gärung

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Der Kellermeister hat vielfältige Aufgaben zu erledigen, bis der in Flaschen gefüllte Wein seinen Weg zum Kunden nehmen kann.
Die Weinbereitung im Keller
Wein ist das Erzeugnis, das ausschließlich durch vollständige oder teilweise alkoholische Gärung der frischen, auch eingemaischten Weintrauben oder des Traubenmostes gewonnen wird, heißt es im deutschen Weingesetz. Dahinter stehen vielfältige Aufgaben des Kellermeisters, bis der in Flaschen gefüllte Wein seinen Weg zum Kunden nehmen kann.
Maischen und Keltern
Die Arbeit beginnt nach der Lese mit dem Entladen der Traubenbütten an der Kelterstation. Bei der Weißweinbereitung werden die Trauben nach der Lese sofort schonend gepresst (Ganztraubenpressung) oder entrappt (von Stielen und Stängeln befreit), gemaischt und entweder sofort oder nach kurzen Maischestandzeiten gepresst. Die Maische ist der Fruchtbrei, der durch das Zerquetschen bzw. Mahlen der Trauben entsteht.
Bei der Rotweinbereitung sind im wesentlichen zwei Verfahren üblich: Maischegärung, dabei lässt man die Maische solange gären, bis ausreichend Farb- und Gerbstoffe gelöst sind und lässt den abgepressten roten Most dann endgültig vergären. Thermische Maischebehandlung, dabei wird die Maische kurze Zeit erwärmt bzw. erhitzt, um die Farbstoffe zu lösen. Nach Abkühlung der Maische erfolgt die Kelterung und Vergärung des so gewonnenen roten Mostes. Viele Winzer arbeiten heute auch mit einer Kombination beider Verfahren bei der Rotweingewinnung. Wird die Maische aus roten Trauben sofort abgepresst, ist das Ergebnis Roséwein oder der Weißherbst.
Mostbehandlung und Anreicherung
Nach Vorklären des Mostes auf natürliche Art durch Absetzenlassen, mit Hilfe eines Separators (durch Zentrifugation) oder eines speziellen Filters, empfiehlt es sich, schon vor der Gärung bestimmte kellertechnische Behandlungen durchzuführen. Es wirkt schonender, wenn man zur Entfernung eventuell vorhandener störender Inhaltsstoffe bestimmte Methoden anwendet (zum Beispiel Bentonitbehandlung zur Vermeidung von Eiweißtrübungen). In Weinjahrgängen mit zu hohen Säurewerten dürfen die Winzer Moste oder Wein mittels kohlesaurem Kalk behandeln und entsäuern. Die natürlich vorhandenen Hefen im Most genügen oft nicht, um eine spontane Gärung herbeizuführen. Deshalb verlässt man sich heute zunehmend auf den Einsatz von speziellen Reinzuchthefen, die die Gärung in Gang bringen. Bei Tafel- und Qualitätsweinen b. A. ist eine Zuckerung des Mostes zulässig. Auch in Frankreich und in anderen großen Weinbauländern bedient man sich dieser Methode der Anreicherung oder Chaptalisation, um eine höhere Alkoholausbeute durch Zugabe von Zucker zu erreichen.

Das EU-Recht erlaubt hierzu die Zugabe von Saccharose oder die Zugabe von konzentriertem Traubenmost oder die Zugabe von rektifiziertem Traubenmostkonzentrat (RTK) bei Tafelwein die teilweise Konzentrierung durch Kälte. Dabei müssen bestimmte analytische Grenzwerte berücksichtigt werden. Der Höhe des Zusatzes und den damit verbundenen Alkohol-Volumenänderungen sind strenge Grenzen gesetzt. Das deutsche Weingesetz schränkt die EU-rechtlichen Möglichkeiten im Gegensatz zu anderen Anbauländern drastisch ein: die Anreicherung ist bei Qualitätsweinen mit Prädikat ausnahmslos verboten.
Die Gärung
Bei einfachen bis mittleren Qualitäten ist die alkoholische Gärung bei Temperaturen 14 - 20 Grad Celsius und unter Bildung von Alkohol und Kohlensäure innerhalb von acht bis zehn Tagen beendet. Bei hochwertigen Mosten mit hoher Zuckerkonzentration kann die Gärung sogar Monate dauern (zum Beispiel bei Trockenbeerenauslesen). Der Gärungsverlauf wird oft durch Kühlung oder Erwärmung gesteuert. Auch mit Hilfe von Edelstahl-Druckbehältern kann eine gezügelte Gärführung erreicht werden. Damit ist es beispielsweise möglich, einen Wein nicht ganz durchgären zu lassen, sondern eine bestimmte Menge Fruchtzucker als Restzucker zu erhalten. Das hefetrübe, noch gärende Produkt bezeichnet man auch als Federweißer, Bitzler, Rauscher oder Sauser. Nach Beendigung der Gärung nennt man es Jungwein.
Der Ausbau von Wein
Nach Beendigung der Gärung wird der Hefetrub, der sich am Fass- oder Tankboden abgesetzt hat, vom Jungwein getrennt. Man nennt diesen Vorgang Abstich. Danach wird der Wein häufig geschwefelt, um Aldehyde, die den Weingeschmack beeinflussen könnten, zu binden und um den Wein vor Oxydation zu schützen. Vor allem bei Rotwein wird oft Wert auf den biologischen Säureabbau gelegt, bei dem unter Mitwirkung von Milchsäurebakterien die Apfelsäure im Wein reduziert wird (biologischer Säureabbau bzw. malolaktische Gärung).
Der zweite Abstich erfolgt meist in Verbindung mit einer Schönung. Hierbei werden dem Wein Schönungsmittel zugesezt, die feinste Trubteilchen binden und beim Abstich entfernt werden.
Die Restsüße eines Weines lässt sich durch Gärungsunterbrechung oder Zugabe von unvergorenem Traubenmost kurz vor der Abfüllung erreichen. Bei sehr hohen Qualitäten wie Auslesen, Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eiswein kommt es sehr häufig vor, dass der Zucker nicht vollständig vergärt und so auf natürliche Weise Restzucker im Wein erhalten bleibt.
Reife und Abfüllung
Die Zeit der Lagerung eines Weines im Fass und nach der Abfüllung in der Flasche, also die Zeit der Reife, kann die Weinqualität und den Geschmack entscheidend beeinflussen. Unter dem Gesichtspunkt, dass Verbraucher heute vornehmlich junge und frische Wein bevorzugen, werden Weißweine oft nach kurzer Lagerung abgefüllt und auf den Markt gebracht. Hochwertige Spitzenweine werden hingegen erst nach deutlich längerer Lagerzeit in Flaschen gefüllt.
Bei Rotweinen und auch bei weißen Burgundersorten ist die Lagerung in kleinen, ungebrauchten Eichenholzfässern (Barrique) in den letzten Jahren zunehmend populär geworden.
Die Flaschenfüllung erfolgt heute je nach Betriebsgröße mit halb- oder vollautomatischen Abfüllanlagen unterschiedlicher Größe und Kapazitätsleistung. Die Flaschen werden bei diesem Vorgang sterilisiert, um Verunreinigungen völlig auszuschließen und nach der Füllung sofort mit Korken oder Schraubverschlüssen abgeschlossen. Da der Wein danach einige Wochen zur Ruhe kommen sollte, lagern die Flaschen in temperierten Lagerräumen, bevor sie in den Versand gehen. Die Ausstattung durch Etikett und Kapsel wird je nach Betriebsstruktur direkt nach der Abfüllung oder später nach Bedarf vorgenommen

Gesundheit und Wein

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Aktuelles aus der Weinforschung:Studie bestätigt: Mäßiger täglicher Weingenuß senkt Infarktrisiko um bis zu 60%!
Gilt mäßiger Weingenuß schon seit langem als gesundheitsförderlich, so hat dies jetzt eine klinische Studie eindrucksvoll belegt. Unter Leitung von Universitäts-Professor Dr.med. K.Jung von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz nahmen 90 Männer im Alter von 45-60 Jahren an der 8-wöchigen Studie teil. Zu je einem Drittel tranken sie zum Abendessen jeweils 0,4 l Rotwein, Weißwein bzw. Wasser. Am Anfang und am Ende des Versuchszeitraumes erfolgte eine ausführliche körperliche Untersuchung inkl. Gewicht, Blutdruck, EKG. Außerdem wurden an insgesamt 4 Terminen 14 herzrelevante Werte analysiert.
Das Ergebnis war eindeutig:Besonders Weißwein senkt den Gerinnungsstoff Fibrinogen im Blut. Die dadurch herabgesetzte Blutgerinnung vermindert die Bildung von Blutpropfen in den Gefäßen und schützt vor Herzinfarkt. Wein erhöht das "gute" HDL. HDL transportiert Cholesterin von den Körperzellen zur Leber. Ein hoher HDL-Choleterin-Wert ist daher ein Schutzfaktor vor Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und damit vor Koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt. Weingenuß schützt durch die enthaltenen Phenole vor Gefäßschäden. Phenole sind hocheffektive Antioxidantien sie verhindern schädigende Saurstoffverbindungen, sogenannte "freie Radikale" in den Körperzellen, die u.a. für Krebs und Herzgefäßerkrankungen verantwortlich gemacht werden.
Fazit: Wer täglich zwischen 0,2l (Frauen) 0,4l (Männer) Wein zu sich nimmt fördert seine Gesundheit!

Geschmacksrichtungen bei Wein & Sekt

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Trocken ist nicht gleich trocken. Für Wein und Sekt gelten unterschiedliche Geschmacksangaben.Dabei steht der gleiche Begriff bei Wein und Sekt für einen unterschiedlichen Gehalt an Restzucker.Man unterscheidet beim Wein vier Geschmacksrichtungen.
Trocken ist die Bezeichnung für Weine, die fast ganz oder völlig durchgegoren sind, das heißt für Weine mit einem Restzuckergehalt bis höchstens 4 Gramm im Liter. Der Gesetzgeber erlaubt die Bezeichnung trocken darüber hinaus bis zu einem Restzuckergehalt von 9 Gramm, wenn der in g/l Weinsäure ausgedrückte Gesamtsäuregehalt höchstens 2 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt (Formel: Säure + 2 bis zur Höchstgrenze 9). Ein trockener Wein ist nicht gleichbedeutend mit sauer. Er enthält eben nur wenig unvergorenen Zucker. Allerdings schmeckt man bei trockenen Weinen eine höhere Säure eher.
Halbtrockene Weine dürfen bis 12 Gramm Restzucker je Liter aufweisen, bzw. bis 18g/l, wenn dabei der Restzuckergehalt den Säuregehalt nicht mehr als 10g übersteigt. (Formel: Säure + 10 bis zur Höchstgrenze 18).
Liebliche Weine weisen einen Restzuckergehalt auf, der die für halbtrocken festgelegten Werte übersteigt, aber höchstens 45 g/l erreicht. Die Angabe süß ist ab 45 g/l zulässig.

Halbtrockene Weine

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Trocken ist nicht gleich trocken. Für Wein und Sekt gelten unterschiedliche Geschmacksangaben. Dabei steht der gleiche Begriff bei Wein und Sekt für einen unterschiedlichen Gehalt an Restzucker. Man unterscheidet beim Wein vier Geschmacksrichtungen.
Trocken ist die Bezeichnung für Weine, die fast ganz oder völlig durchgegoren sind, das heißt für Weine mit einem Restzuckergehalt bis höchstens 4 Gramm im Liter. Der Gesetzgeber erlaubt die Bezeichnung trocken darüber hinaus bis zu einem Restzuckergehalt von 9 Gramm, wenn der in g/l Weinsäure ausgedrückte Gesamtsäuregehalt höchstens 2 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt (Formel: Säure + 2 bis zur Höchstgrenze 9). Ein trockener Wein ist nicht gleichbedeutend mit sauer. Er enthält eben nur wenig unvergorenen Zucker. Allerdings schmeckt man bei trockenen Weinen eine höhere Säure eher

Handgerüttelt - Rütteln

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Entfernen der Hefe aus der Flasche. Die Flaschen werden in so genannte Rüttelpulte gestellt. Am ersten Tag dieses Prozesses liegen die Flaschen fast waagerecht, leicht zum Kronenkorken hin geneigt. 21 Tage lang werden die Flaschen dann gerüttelt. Dabei werden sie in den ersten zwei Wochen im gleichen Winkel belassen, aber täglich gedreht. In der letzten Woche werden sie dann Tag für Tag immer weiter auf den Kopf gestellt. Handgerüttelt wird heute nur noch sehr selten, vielmehr übernehmen das meistens Roboter. Mehrere Dutzend Flaschen werden dafür auf Kopfstoss in große würfelförmige Drahtkäfige sortiert, die elektrisch angetrieben und elektronisch gesteuert werden. Der Vorgang wird als „remuage mécanique“ bezeichnet. Die Ergebnisse sind bei Handarbeit und mechanischer Rüttelung identisch. Wenn die Flaschen senkrecht stehen, hat sich die Hefe im Flaschenhals gesammelt.

Hessische Bergstrasse - Frühlingserwachen

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Wenn es im März oder April andernorts noch fröstelt, setzt an der Hessischen Bergstraße schon die prachtvolle Mandelblüte ein.
Hessische Bergstrasse im Überblick
Geographische Lage: eingebettet zwischen Neckar, Rhein und Main im Schutz des Odenwaldes; dazu die Odenwälder Weininsel um Groß-Umstadt
Klima: Beste Sonneneinstrahlung und genügend Niederschläge, im Schutz des Odenwaldes gelegen.
Böden: Leichtere Böden mit unterschiedlich hohem Lößanteil
Rebfläche/Rebsorten: ca. 440 ha, 2 Bereiche, 3 Großlagen, 24 Einzellagen; Riesling, Müller-Thurgau, Grau- und Spätburgunder
Vermarktung: Kaum 30.000 hl Ertrag entsprechen nur 0,3% der deutschen Weinproduktion. Überwiegend Direktverkauf an Endverbraucher im Anbaugebiet

Kabinett

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Kabinett: Prädikatsbezeichnung, Qualitätswein mit Prädikat, feine, leichte Weine aus reifen Trauben mit geringem Alkoholgehalt.

Entstehung des Names: im Kloster Eberbach /Hessen) wurden in einem besonderen Raum "Cabinet" besonders wertvolle Weine gelagert.

Lagename

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Die Lage eines Weinberges ist weinrechtlich abgegrenzt und mit einem bestimmten amtlichen Namen versehenen. Der Lagename ist bei der Landwirtschaftskammer in der Weinbergsrolle eingetragen. Der Name muss nicht auf dem Etikett angegeben werden, ist aber dort häufig angeführt. Wenn der Lagename jedoch benutzt, muss auch der Gemeindename mit aufgeführt werden.

Lagerung - optimale

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So wird Ihr Wein optimal gelagert:
- Liegendlagerung - Raumtemperatur konstant - zwischen 8º und 12º C
- Luftfeuchtigkeit ca. 70% - dunkel und erschütterungsfrei - gut belüftet und sauber
- keine starken Fremdgerüche in der Nähe
Wenn Sie - wie die meisten Haushalte - nicht über entsprechende Kellerräume verfügen, empfehlen sich Weinkühlschränke oder spezielle Flaschenkühlschränke.
Normale Kühlschränke eignen sich nur für kurze Zeit als Zwischenlager!

Landwein

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Deutscher Landwein ist eine gehobene Stufe des Tafelweins. Beim Landwein muss auch die Landschaft, aus der die Trauben stammen, auf dem Etikett angegeben sein. Landwein ist stets trocken oder halbtrocken. Der natürliche Mindestalkoholgehalt liegt in den einzelnen Landweingebieten um mindestens 0,5-Volumen-Prozent höher als für einfachen Tafelwein.

lang

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Wein, der im Geschmack lange nachklingt (langer Abgang).

lebendig

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spritziger, frischer Wein.

leer

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dünner und leichter Wein ohne Geschmack

leicht

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Wein mit niedrigem Alkoholgehalt.

Lese

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wird auch Traubenlese oder Weinlese genannt und bezeichnet im Weinbau die Ernte der Weintrauben, in der Regel Ende September bis Ende Oktober - in südlichen Ländern bis zu 3 Wochen früher.
Manuellen Lese (traditionell): die reifen Trauben werden von Hand abgeschnitten. Dabei besteht auch die Möglichkeit zur Steigerung der Qualität, indem nur die besonders reifen Trauben ausgewählt werden.
Maschinelle Lese erfolgt durch einen so genannten Vollernter, der über die in Reihen ausgerichteten Weinreben hinwegbewegt wird. Die Ernte der Trauben erfolgt dabei durch Klopfen und Rütteln. Die herabfallenden Trauben werden von einem Lamellensystem aufgefangen, das die Stämme der Rebstöcke umschließt und das Lesegut über ein Förderband in einen Auffangbehälter leitet. Bei diesem Verfahren geraten auch Laub und kleine Äste ins Lesegut. Diese werden durch ein Gebläse zum Großteil entfernt.

Lüften

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Rotweinflaschen sollten möglichst zwei Stunden vor dem Einschenken entkorkt werden, damit sich sein volles Bukett entfalten kann.

Luftton

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Gerne schmecken Weintrinker bei einem wenigen Stunden geöffneten Wein einen Luftton heraus. Hierunter versteht man einen Wein, der zu viel mit Luft in Berührung gekommen ist (Fass, Flasche, etc.) Wissenschaftlich geprüft sind nach drei Tagen Anbruch im Kühlschrank bei halbvollen Flaschen in der Regel keine großen Unterschiede zur frisch geöffneten Flasche schmeckbar. Rotwein ist hier wegen des geringeren Schwefels und der üblicherweise wärmeren Lagerung anfälliger.

Mittelrhein - Anbaugebiet - Rheinromantik pur

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Eine malerische Kulisse bietet das Rheintal zwischen Bingen und Bonn. Von Burgen gekrönte Rebhänge und mittelalterliche Städtchen schmücken das Rheinufer.
Mittelrhein im Überblick
Geographische Lage: 100 km lang auf beiden Seiten des Rheins, von der Nahe bis Koblenz bzw. bis zum Siebengebirge
Klima: Viele Sonnentage und windgeschützte Lagen; der Rhein wirkt als Wärmespeicher
Böden: Schiefer- und Grauwackenverwitterungsböden, vereinzelte Lößinseln; im Norden Böden vulkanischen Ursprungs
Rebfläche: ca. 470 ha, 2 Bereiche, 11 Großlagen und 111 Einzellagen
Rebsorten: Riesling, Müller-Thurgau, Kerner und Spätburgunder
Vermarktung: Fast ausschließlich im Anbaugebiet; ein Teil der Ernte wird als Sektgrundwein verwendet.

Mosel-Saar-Ruwer - Die Riesling-Spezialisten (nach den Badenern)

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Im größten Steillagenweinbaugebiet der Welt ist der Riesling die Nummer Eins. 5.000 Hektar sind mit der edelsten Weißweinsorte bepflanzt, so viele wie nirgendwo sonst.
Mosel-Saar-Ruwer im Überblick
Geographische Lage: Zwischen Hunsrück und Eifel im Rheinischen Schiefergebirge; entlang der Mosel und ihren Nebenflüssen Saar und Ruwer
Klima: Optimale Erwärmung und optimales Niederschlagsverhältnis in den Steilhängen und Tälern
Böden: An der Obermosel Muschelkalk und Keuper; in den Tälern von Saar und Ruwer Devon-Schiefer, südlich von Zell weiche Tonschiefer und kieselsäurereiche Grauwacken; in Tallagen mit Schotter-, Kies- und Sandablagerungen
Rebfläche: ca. 9.300 ha, 6 Bereiche, 18 Großlagen und 500 Einzellagen
Rebsorten: Riesling, Müller-Thurgau, Elbling, Kerner, zunehmend auch Rotweinsorten
Vermarktung: Moselweine gehören zu den meistverkauften im Lebensmittelhandel, Fachhandel und Gastronomie. Daneben wird traditionell der Weinexport gepflegt.

Mostgewichte

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Das Mostgewicht verrät bereits einiges über die zu erwartende Qualität des Weins. Gemessen wird es in Oechsle. Daraus lässt sich der mögliche Alkoholgehalt ableiten.Das Mostgewicht kennzeichnet das Gewichtsverhältnis von einem Liter Most zMostgewichteu einem Liter Wasser bei 20 ° C, also die spezifische Dichte des Mostes. Beträgt das Gewichtsverhältnis beispielsweise 1,076, so handelt es sich um einen Most von 76 Grad Oechsle. Das Mostgewicht resultiert in erster Linie aus dem Zuckergehalt. Daraus lässt sich der maximal mögliche Alkoholgehalt ableiten. Durch Mostkonzentration kann dem Most in kleinerem Umfang Wasser entzogen werden. Die verbleibenden Inhaltsstoffe konzentrieren sich und lassen höherwertige Weine zu. Allerdings ist das Verfahren sehr teuer und wird nur bei einigen Spitzenweinen in Auslesequalität eingesetzt.
Unterschiedliche Mindestmostgewichte für einzelne Rebsorten und Anbaugebiete geben nur einen Mindeststandard vor. Viele Winzer setzen betriebsintern deutlich höhere Standards.

Müller Thurgau - (Rivaner)

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Rebsorten
Die unkomplizierten Weine sind geschmacklich leicht zugänglich. Meist sind es jugendliche, leichte und frische Weine für jeden Tag.
Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau verdankt sie ihre Existenz und ihren Namen. Müller, der von 1850 bis 1927 lebte, züchtete in der Forschungsanstalt Geisenheim diese Rebsorte. Neuere Genuntersuchungen deuten zweifelsfrei darauf hin, dass ihm dies durch eine Kreuzung von Riesling x Madeleine royale gelang. In der schweizerischen Forschungsanstalt Wädenswil wurde die Sorte weiterentwickelt und 1913 nach ihrem Züchter
 

benannt. Das Synonym Rivaner ist eine Kurzfassung der Worte Riesling und Silvaner. Diese beiden Sorten sah man lange Zeit als Eltern des Müller-Thurgau an.
Bedeutung
In der deutschen Weinlandschaft gab der Müller-Thurgau seine Führungsposition in den neunziger Jahren an den Riesling ab. Doch mit einem Flächenanteil von knapp 15 Prozent hat der Rivaner nach wie vor eine überragende Bedeutung im deutschen Weinbau. Dass er heute auf gut 14.000 Hektar wächst, verdankt er unter anderem seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und seiner Zugänglichkeit auch für Nichtweinkenner. Zudem stellt die Müller-Thurgau-Rebe keine großen Ansprüche bezüglich des Standorts und gilt als ertragssicher.
Anbau
Müller-Thurgau-Reben stehen in fast allen deutschen Anbaugebieten. In sieben von dreizehn deutschen Weinbaugebieten zählten sie gar zu den "Classic"-Rebsorten. Die größten Flächen haben wir in Rheinhessen mit 4.200 und Baden mit 3.000 Hektar; nicht viel weniger sind es in der Pfalz (2.400 ha). In Franken sind rund 1.950 Hektar und an der Mosel knapp 1.400 Hektar mit Müller-Thurgau bestockt, an der Nahe knapp 600 Hektar. Die in den achtziger Jahren eingeführte Beschränkung der zulässigen Erträge je Hektar Weinberg hat sich gerade für den Müller-Thurgau, der zu hohen Erträgen neigt, sehr positiv ausgewirkt. Bei geringerem Anschnitt zeigt die Sorte ihr wahres Qualitätspotenzial.
Ausbau/Geschmack
Die Rebsorte reift früh und liefert süffige, manchmal blumige, mit einem feinfruchtigen Muskataroma versehene Weine. Die Säure fällt eher mild, bei Weinen nördlicher Herkunft mitunter auch etwas betonter aus. Der Ausbau erfolgt meist in Edelstahltanks, mit denen gut die Frische und der Sortenduft erhalten werden kann. Meist handelt es sich um trockene oder restsüße Qualitätsweine. Der Müller-Thurgau ist - von Ausnahmen abgesehen - kein lagerfähiger Wein und schmeckt in den ersten Jahren nach der Ernte am besten. Hier und da werden auch "sur lie"-Weine angeboten, die bis kurz vor der Abfüllung auf der Feinhefe lagen.
Genuss
Die unkomplizierten Weine sind geschmacklich leicht zugänglich und werden aufgrund ihrer harmonischen Charaktereigenschaften gerne getrunken. In der Farbe sind sie blassgelb bis hellgelb und mit einem mittleren Körper. Tragen sie die Bezeichnung Rivaner auf dem Etikett, so kann man davon ausgehen, dass es sich um einen trockenen, eher jugendlichen, leichten und frischen Wein handelt. Müller-Thurgau-Weine sind meist unkomplizierte Alltagsweine und sie eignen sich zu zart-aromatischen Speisen.

Nahe - Juwel im Südwesten

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Die facettenreiche Nahe-Region bietet vorzügliche Bedingungen für exzellente Weine. Milde Temperaturen und viel Sonne schaffen ein hervorragendes Klima.
Nahe im Überblick
Geographische Lage:Von der Mündung der Nahe flussaufwärts bis kurz vor Kirn; an den Nebentälern des Guldenbachs, des Gräfenbachs, der Glan und der Alsenz
Klima:Ausgeglichen, mild und frostarm Böden:Quarzit- und Schieferböden an der unteren Nahe; Prophyr, Melaphyr und Buntsandstein an der mittleren Nahe; Verwitterungsböden und Tonüberlagerungen aus Sandstein, Löß und Lehm bei Bad Kreuznach Rebfläche:ca. 4.150 ha, 1 Bereich, 6 Großlagen, 310 Einzellagen
Rebsorten:Riesling, Müller-Thurgau, Dornfelder, Silvaner, Scheurebe, Kerner, Bacchus, Ruländer Vermarktung:überwiegend direkt an Endverbraucher, teilweise über Handel und Gastronomie, etwa 10% Export
Pfalz - Anbaugebiet - 85 Kilometer Weingenuss
Die Pfalz hat viele Superlative: Das größte Weinfass der Welt und den ältesten Wein der Welt, aber auch die erste und bekannteste Weinroute, die Deutsche Weinstraße.

Pfalz im Überblick

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Geographische Lage:Südlich von Worms bis an die französische Grenze und von den Hängen des Pfälzer Waldes bis in die Rheinebene Klima:Hoher Anteil an Sonnentagen; Temperaturmittel bei 11 Grad Böden:Buntsandstein, kalkhaltige Lehm- und Tonböden, Mergel- und Keuperböden, eingestreuter Muschelkalk; Granit-, Porphyr- und Schiefertoninseln Rebfläche:ca. 23.400 ha, 2 Bereiche, 25 Großlagen, 323 Einzellagen Rebsorten:Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Silvaner, Weißburgunder, Dornfelder, Portugieser, Spätburgunder Vermarktung:ca. 20% Export, ein Drittel Direktvermarktung an Endverbraucher, ca. 50% über Weinhandel und Genossenschaften über Fach- und Lebensmittelhandel

QbA

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Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete. Ein QbA muß aus einem der dreizehn deutschen Anbaugebiete (Ahr, Baden, Franken, Hessische Bergstraße, Mittelrhein, Mosel-Saar-Ruwer, Nahe, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen, Saale-Unstrut, Sachsen, Württemberg) stammen. Zudem müssen die Trauben ein bestimmtes Mostgewicht besitzen, das für jedes Anbaugebiet und jede Rebsorte gesondert festgelegt worden ist. Die Weine müssen aus einer empfohlenen Rebsorte gekeltert sein und durch eine Prüfnummer gekennzeichnet werden.

Qualitätsweine mit Prädikat

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Für Qualitätsweine mit Prädikat gelten die höchsten Anforderungen hinsichtlich Sortenart, Reife, Harmonie und Eleganz. Bei diesen Weinen darf kein Zucker zugesetzt werden. Es gibt sechs verschiedene Prädikate, wiederum mit unterschiedlichen Mindestmostgewichten je nach Rebsorte und Anbaugebiet. Dabei gelten in südlicheren Anbaugebieten meist höhere Anforderungen.

Reblauskatastrophe

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Die Reblaus stammt aus der Familie der Zwergläuse und gehört zu den Insekten. Die Reblaus ist in großer Schädling im Weinbau. Im 19. Jahrhundert "wütete" die Reblaus im europäischen Weinbau und richtete dramatische Schäden an (Reblauskatastrophe). Die Reblaus stammt aus Nordamerika und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts nach Frankreich eingeschleppt (nachgewiesen ab ca. 1860) Sie breitete sich in der Reblausinvasion rasant von dort über sämtliche europäische Weinbaugebiete aus.
Rebsorten
Es gibt ca. 8.000 Rebsorten, ca. 49 werden in Deutschland angebaut.

Rebsortenkunde - Ampelographie

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(griech. ampelos - Weinstock) Rebsorten-, Rebenkunde. Entwickelte sich im 19. Jahrhundert als man, bedingt durch Reblauskrankheit, mehr über Rebsorten etc. herauszufinden versuchte

Rebsorten

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Es gibt ca. 8.000 Rebsorten, ca. 49 werden in Deutschland angebaut.

Rebsorten - weiß - die wichtigsten

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Riesling - Müller-Thurgau/Rivaner - Silvaner - Kerner - Grauburgunder/Ruländer - Weißburgunder - Bacchus - Scheurebe - Gutedel - Faberrebe - Huxelrebe - Ortega - Gewürztraminer - Chardonnay - Elbling

Rebsorten - rot - die wichtigsten

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Spätburgunder - Dornfelder - Portugieser - Trollinger - Schwarzriesling - Lemberger - Regent - Saint Laurent - Dunkelfelder – Domina

Rebsorten in Deutschland - Anbaufläche (Weiße Rebsorten)

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Rebsortenverteilung in Deutschland
In Deutschland findet sich eine beeindruckende Rebsortenvielfalt
Die deutsche Rebsortenvielfalt ist beeindruckend und reicht von A wie Acolon bis Z wie Zweigeltrebe. Ein Blick auf die Rebsortenstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass über 100 Rebsorten regulär oder im Versuchsanbau angepflanzt werden.
Große Marktbedeutung besitzen allerdings nur etwa ein Dutzend Rebsorten, allen voran der Riesling und der Müller-Thurgau. Auf diese beiden Rebsorten entfällt rund ein Drittel der bestockten Rebfläche von 102.000 Hektar. Bei den Rotweinsorten haben der Spätburgunder- und der Dornfelderanbau in Deutschland die größte Bedeutung. Er deckt etwa 20 % der bestockten Rebfläche ab.
 

 

Rebsorten in Deutschland - Anbaufläche (Weiße Rebsorten)

Rebsorte (weiß)

Anbaufläche in Hektar

Anteil an der Gesamtfläche in %

Riesling
Müller-Thurgau/Rivaner
Silvaner
Kerner
Grauburgunder/Ruländer
Weißburgunder
Bacchus
Scheurebe
Gutedel
Faberrebe
Huxelrebe
Ortega
Gewürztraminer
Chardonnay
Elbling
Sonstige
Gesamt Weiß

20.627
14.983
5.578
4.606
3.786
3.192
2.320
2.003
1.331
847
775
746
824
958
645
2.168
65.389

20,2
14,6
5,4
4,5
3,7
3,1
2,7
1,9
1,1
0,8
0,7
0,7
0,8
0,9
0,6
2,1
64
 




 

 

 

 

 

 

 

 

 


Rebsorten in Deutschland - Anbaufläche (Rote Rebsorten)

Rebsorte (rot)

Anbaufläche
in Hektar

Anteil an der Gesamtfläche in %

Spätburgunder
Dornfelder
Portugieser
Trollinger
Schwarzriesling
Lemberger
Regent
Saint Laurent
Dunkelfelder
Domina
Sonstige
Gesamt Rot

11.371
8.200
4.879
2.578
2.491
1.535
2.037
652
379
350
2.380
36.852

11,1
8
4,8
2,5
2,4
1,5
2
0,6
0,4
0,3
2,3
36




 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund unterschiedlicher klimatischer Gegebenheiten sind nicht alle Rebsorten in allen Anbaugebieten gleich stark vertreten. Während in den nördlicheren Gebieten eher der Riesling im Vordergrund steht, sind es im südlicheren Teil die Burgunderreben und die Rotweinsorten, die eine überragende Rolle spielen. Der Rheingau hat einen Rieslinganteil von mehr als 75 %. Eine Rieslingdomäne ist auch das Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer mit einem Rieslinganteil von 58 %. In Württemberg, in der Pfalz und an der Nahe erreicht der Riesling etwa 20 bis 25 % Anteil an der Rebfläche. Als wichtigste Rebsorte, gemessen an der Anbaufläche, gilt der Müller-Thurgau in Franken, Rheinhessen, an Saale-Unstrut und in Sachsen. Der Silvaner hat traditionell eine überdurchschnittliche Bedeutung in Rheinhessen und Franken. In Baden haben die Burgundersorten einen hohen Flächenanteil, insbesondere der Spätburgunder. Württemberg baut die Rotweinsorten Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger in beachtlichem Ausmaß an, in der Pfalz haben bezüglich der Rotweinsorten Dornfelder und Portugieser den höchsten Flächenanteil.

Rebsortenvielfalt

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Die deutsche Rebsortenvielfalt ist beeindruckend und reicht von A wie Acolon bis Z wie Zweigeltrebe. Ein Blick auf die Rebsortenstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass über 100 Rebsorten regulär oder im Versuchsanbau angepflanzt werden.
Große Marktbedeutung besitzen allerdings nur etwa ein Dutzend Rebsorten, allen voran der Riesling und der Müller-Thurgau. Auf diese beiden Rebsorten entfällt rund ein Drittel der bestockten Rebfläche von 102.000 Hektar. Bei den Rotweinsorten hat der Spätburgunderanbau in Deutschland die größte Bedeutung. Er deckt etwa 10 % der bestockten Rebfläche ab.

Rheingau - Anbaugebiet

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Am berühmten Rheinknie liegt der Rheingau. Hier dominieren die beiden Rebsorten Riesling und Spätburgunder.
Rheingau im Überblick
Geographische Lage: beginnend am Untermain südlich von Wiesbaden rechtsrheinisch bis Lorchhausen nördlich von Rüdesheim. Klima: Vom Taunus geschützt, milde Winter und warme Sommer, Temperaturmittel 10 Grad. Böden: Schiefer, Quarz, Kiesel und Sandstein; tiefgründige, meist kalkhaltige Böden aus Sandlöß oder Löß. Phyllitschiefer für die Rotweine. Rebfläche: ca. 3100 ha, 1 Bereich, 11 Großlagen, 129 Einzellagen
Rebsorten: Riesling, Blauer Spätburgunder sowie etwas Müller-Thurgau. Vermarktung: hoher Anteil Direktvermarktung im Rhein-Main-Gebiet, etwa 50% Anteil über Fachhandel, Gastronomie bundesweit und im Export

Rheinhessen - Anbaugebiet - Hügel und Reben

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Rheinhessen ist Deutschlands größtes Anbaugebiet. Das Hügelland mit seinen sanften Erhebungen strahlt mediterranes Flair aus.
Rheinhessen im Überblick
Geographische Lage: Im Viereck zwischen Bingen, Mainz, Alzey und Worms. Klima: Milde Durchschnitts-Temperaturen; Taunus und Odenwald als Schutz. Böden: Löß, Sedimente und Verwitterungsböden, feinsandiger Mergel, Quarzit- und Porphyr-Verwitterungsböden. Rebfläche: ca. 26.200 ha, 3 Bereiche, 24 Großlagen, 432 Einzellagen. Rebsorten: Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling, Kerner, Scheurebe, Bacchus, Dornfelder, Portugieser, Blauer Spätburgunder. Vermarktung: ca. je 25% Anteil Export und Direktverkauf an Endverbraucher. 50% über Fach- und Lebensmittelhandel.

Riesling - Rebsorten

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Der Riesling wächst in allen deutschen AnbaugebietenRiesling - Rebsorten und nimmt eine Rebfläche von mehr als 20.000 Hektar in Anspruch. Er repräsentiert wie kein anderer deutsche Weinkultur.
Die frühe Verbreitung des Rieslings mit ersten Belegen für das 15. Jahrhundert, der Wuchs, die Größe der Traubenbeeren, die lange Reifezeit und Frostfestigkeit zeigen die Verwandtschaft mit den Wildreben. Die längste Rieslingtradition haben wohl die Winzer im Rheingau und an der Mosel; von dort gibt es historische Dokumente, die auf die Jahre 1435 bzw.1465 zu datieren sind. Hinweise auf die Verbreitung im 

heutigen Rheinhessen und der Pfalz stammen aus dem ausgehenden 15. und der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Riesling gehört(e) nicht nur heute, sondern auch im 17. und 18. Jahrhundert zu den staatlicherseits empfohlenen Rebsorten. Gerätselt wird nach wie vor über die Namensableitung: Steht das Wort Riesling mit Verrieseln, mit reißender Säure, mit "edles Reis" oder mit Rusling (dunkles Holz) im Zusammenhang? International ist er als "Rheinriesling" bekannt, für badische Rieslingweine darf das Synonym "Klingelberger" verwendet werden. Mit dem Welschriesling, der unter anderem in Österreich, Italien und Slowenien angebaut wird, hat unser "Weißer Riesling" nichts gemeinsam.
Bedeutung
Der Riesling wächst in allen deutschen Anbaugebieten und nimmt eine Rebfläche von 20.800 Hektar in Anspruch, das entspricht ca. 20 % der bestockten Rebfläche. Damit hat der Riesling in den letzten 20 Jahren um 5.000 Hektar zugelegt und sich vor einigen Jahren wieder den ersten Platz in der Rebsortenstatistik - vor dem Müller-Thurgau - zurück erobert. Dazu tragen zwar alle Anbaugebiete, aber doch in unterschiedlichem Umfang, bei. Im Rheingau nimmt der Riesling mit 2.430 Hektar fast 80 % der dort verfügbaren Rebfläche in Anspruch. Daneben zählen zu den wichtigsten Riesling-Produzenten die Anbaugebiete Mosel-Saar-Ruwer (5.200 Hektar), Pfalz (4.900 Hektar), Rheinhessen (2.900 Hektar), Württemberg (2.100 Hektar), Baden (1.200 Hektar) sowie die Nahe (1.000 Hektar). In elf von dreizehn deutschen Anbaugebieten gehört der Riesling zu den "Classic"-Rebsorten.
Anbau
Der Riesling ist eine langsam reifende Rebsorte, deren prägendes Element die fruchtige Säure ist. Deshalb ist er prädestiniert für die nördlichen Anbaugebiete, wo er in der späten Herbstsonne seine Reife vollendet. Er stellt die höchsten Ansprüche an die Lage (Energie), dafür aber geringe Ansprüche an den Boden. Je nach Standort (Bodenart und Mikroklima) bringt er sehr unterschiedlich nuancierte Weine. Optimale Bedingungen bieten die wärmespeichernden steinigen Steillagen entlang der Flusstäler.
Ausbau/Geschmack
Rieslingweine stehen in allen Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen zur Verfügung. Teilweise erfolgt der Ausbau im traditionellen Holzfass. Neben unkomplizierten Alltagsweinen bietet sich eine reiche Auswahl an Prädikatsweinen. In den höheren Qualitätsstufen kommen restsüße oder edelsüße Weine häufiger vor, doch werden auch viele Qualitäts- oder Kabinettweine (insbesondere in den nördlichen Anbaugebieten) zur Kompensation der hohen Säure mit einer dezenten Süße ausbalanciert. Der "typische" Riesling zeigt eine blassgelbe, ins grünlich-gelbe tendierende Farbe, im Duft dominieren Pfirsich oder Apfel, im Mund spürt man eine rassige Säure. Bei den Rieslingen von Schieferböden spricht man von einer mineralischen Note, manche Weine riechen nach Feuerstein, altersgereifte Gewächse weisen häufig einen interessanten Petrolton auf. Die natürliche Säure bietet ein gutes Potenzial zur Versektung. So finden wir in vielen Betrieben Winzersekte vom Riesling. Edelsüße Beerenauslesen oder Eisweine gehören zu den auch international am höchsten gehandelten deutschen Weinen. Rieslinge sollten frühestens ein Jahr nach der Ernte getrunken werden, viele erreichen ihre optimale Trinkreife erst nach einigen Jahren. Die Lagerfähigkeit von Spitzenweinen ist nahezu unbegrenzt.
Genuss
Junge leichte Rieslingweine, je nach Gusto trocken bis fruchtig süß, sind ideale Sommerweine.Als Speisebegleiter sind gereifte Rieslinge besser geeignet, ja sogar etwas betagte Riesling Spätlesen zeigen beim Essen wieder etwas von ihrer Jugend.
Trockene bis halbtrockene Rieslinge passen besonders gut zu leichten Gerichten, gedünstetem See- und Süßwasserfisch, gekochtem Fleisch mit hellen Saucen, und kleinem Hausgeflügel. Halbtrockene bis liebliche Spätlesen harmonieren gut mit Frischkäse. Fruchtig süße Spätlesen oder edelsüße Auslesen sind vorzügliche Begleiter zu fruchtigen Desserts. Altersgereifte edelsüße Auslesen und Beerenauslesen sind die optimalen Aperitifs zu festlichen Menüs.

Rivaner (Müller Thurgau)

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Rebsorten
Die unkomplizierten Weine sind geschmacklich leichtRivaner (Müller Thurgau) zugänglich. Meist sind es jugendliche, leichte und frische Weine für jeden Tag.
Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau verdankt sie ihre Existenz und ihren Namen. Müller, der von 1850 bis 1927 lebte, züchtete in der Forschungsanstalt Geisenheim diese Rebsorte. Neuere Genuntersuchungen deuten zweifelsfrei darauf hin, dass ihm dies durch eine Kreuzung von Riesling x Madeleine royale gelang. In der schweizerischen Forschungsanstalt Wädenswil 

wurde die Sorte weiterentwickelt und 1913 nach ihrem Züchter benannt. Das Synonym Rivaner ist eine Kurzfassung der Worte Riesling und Silvaner. Diese beiden Sorten sah man lange Zeit als Eltern des Müller-Thurgau an.

Bedeutung
In der deutschen Weinlandschaft gab der Müller-Thurgau seine Führungsposition in den neunziger Jahren an den Riesling ab. Doch mit einem Flächenanteil von knapp 15 Prozent hat der Rivaner nach wie vor eine überragende Bedeutung im deutschen Weinbau. Dass er heute auf gut 14.000 Hektar wächst, verdankt er unter anderem seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und seiner Zugänglichkeit auch für Nichtweinkenner. Zudem stellt die Müller-Thurgau-Rebe keine großen Ansprüche bezüglich des Standorts und gilt als ertragssicher.
Anbau
Müller-Thurgau-Reben stehen in fast allen deutschen Anbaugebieten. In sieben von dreizehn deutschen Weinbaugebieten zählen sie gar zu den "Classic"-Rebsorten. Die größten Flächen haben wir in Rheinhessen mit 4.200 und Baden mit 3.000 Hektar; nicht viel weniger sind es in der Pfalz (2.400 ha). In Franken sind rund 1.950 Hektar und an der Mosel knapp 1.400 Hektar mit Müller-Thurgau bestockt, an der Nahe knapp 600 Hektar. Die in den achtziger Jahren eingeführte Beschränkung der zulässigen Erträge je Hektar Weinberg hat sich gerade für den Müller-Thurgau, der zu hohen Erträgen neigt, sehr positiv ausgewirkt. Bei geringerem Anschnitt zeigt die Sorte ihr wahres Qualitätspotenzial.
Ausbau/Geschmack
Die Rebsorte reift früh und liefert süffige, manchmal blumige, mit einem feinfruchtigen Muskataroma versehene Weine. Die Säure fällt eher mild, bei Weinen nördlicher Herkunft mitunter auch etwas betonter aus. Der Ausbau erfolgt meist in Edelstahltanks, mit denen gut die Frische und der Sortenduft erhalten werden kann. Meist handelt es sich um trockene oder restsüße Qualitätsweine. Der Müller-Thurgau ist - von Ausnahmen abgesehen - kein lagerfähiger Wein und schmeckt in den ersten Jahren nach der Ernte am besten. Hier und da werden auch "sur lie"-Weine angeboten, die bis kurz vor der Abfüllung auf der Feinhefe lagen.
Genuss
Die unkomplizierten Weine sind geschmacklich leicht zugänglich und werden aufgrund ihrer harmonischen Charaktereigenschaften gerne getrunken. In der Farbe sind sie blassgelb bis hellgelb und mit einem mittleren Körper. Tragen sie die Bezeichnung Rivaner auf dem Etikett, so kann man davon ausgehen, dass es sich um einen trockenen, eher jugendlichen, leichten und frischen Wein handelt. Müller-Thurgau-Weine sind meist unkomplizierte Alltagsweine und sie eignen sich zu zart-aromatischen Speisen.

Saale-Unstrut - Anbaugebiet - Tausend Jahre Weinkultur

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Ursprüngliche Landschaften finden sich hier: Steilterrassen, Jahrhunderte alte Trockenmauern und Weinberghäuschen, dazwischen Streuobstwiesen, Flussauen und Biotope mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. Hoch oben stehen trutzige Burgen und Schlösser. Kultur und Geschichte, Natur, Romantik und Wein sind hier ganz selbstverständlich vereint. Die Reben geben der Flusslandschaft ihren unverwechselbaren Charakter und das seit 1.000 Jahren: In einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto III. an das Kloster Memleben fand der Weinbau an Saale und Unstrut bereits 998 seine erste urkundliche Erwähnung. Viele Burgen und Schlösser an Saale und Unstrut bezeugen, dass es sich hier schon immer gut leben ließ. Entlang der Weinstraße Saale-Unstrut verläuft die "Straße der Romanik" sowie die "Himmelswege". Burgen und Schlösser, bedeutende Bauwerke sowie mystische Stätten, wie der Fundort der "Himmelsscheibe von Nebra", dem ältesten Zeugnis des Himmels sowie das Sonnenobservatorium von Goseck erzählen von der kulturellen Geschichte des Landes. Auf dem sehr gut ausgebauten Rad-, Wander- und Wasserwegenetz macht die Erkundung des Saale-Unstrut-Gebietes und seiner Weine der Weingüter, Straußwirtschaften und Gutsschänken besonders viel Spaß.
Traditionell trocken ausgebaute Weine von hoher Qualität mit gebietstypischer feinnuancierter Fruchtigkeit und Spritzigkeit sind das Markenzeichen des Gebiets, das mit ca. 650 Hektar zu den kleineren Weinanbaugebieten Deutschlands zählt. Drei Bundesländer teilen sich die Weinregion Saale-Unstrut: Sachsen-Anhalt (606 ha), Thüringen (40 ha) und Brandenburg (6 ha), wobei der weitaus größte Teil des Gebietes im Süden Sachsen-Anhalts liegt. Über 20 Rebsorten laden zum Probieren und Vergleichen ein. Hauptsorte ist der Müller-Thurgau, der hier dank des geringen Ertrages erstaunliche Feinheiten birgt. Besonders stolz sind die Winzer von Saale und Unstrut auf ihren Weißburgunder, der die fraglos besten Weine der Gegend hervorbringt. Danach folgt der Silvaner. Neben den Klassikern des Anbaugebietes bereichern aber auch Rebsorten wie Kernling, Andre oder Zweigelt das Angebot für Weingenießer - Raritäten, die immer schnell ausverkauft sind.
Saale-Unstrut im Überblick
Geographische Lage: in den Tälern von Saale und Unstrut. Klima:Jahresmitteltemperatur über 9 Grad Celsius bei geringer Niederschlagsmenge. Böden:Muschelkalk, Buntsandstein. Rebfläche:ca. 650 ha, 3 Bereiche, 4 Großlagen, 34 Einzellagen. Rebsorten:Müller-Thurgau, Silvaner, Weißburgunder, Riesling, Portugieser, Kerner, Bacchus, Traminer. Vermarktung:überwiegend in Ostdeutschland an Endverbraucher, über Gastronomie und Handel, im Westen als Spezialität im Fachhandel und im gutsortierten Lebensmittelhandel / Kaufhäuser.

Sachsen - Anbaugebiet - Spezialitäten und Raritäten

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Wo am Rhein schon die letzten Weinberge enden, beginnen sie an der Elbe erst. Sachsen ist das nordöstlichste Anbaugebiet Deutschlands.
Sachsen im Überblick
Geographische Lage: Elbtal und Nebentäler zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz über 55 km, daneben Bereich Elstertal. Klima: milde Jahrestemperaturen, mittlere Niederschläge. Böden: Vielfältig von Granit- und Granitporphyrverwitterungen bis zu Lehm, Löß und Sandstein. Rebfläche: ca. 420 ha, 2 Bereiche, 4 Großlagen, 17 Einzellagen. Rebsorten: Müller-Thurgau, Riesling, Weiß- und Grauburgunder, Traminer, Spätburgunder, Kerner. Vermarktung: überwiegend im Gebiet an Endverbraucher und in der Gastronomie, ein kleiner Teil als Spezialität im Fachhandel.

Sekt Flaschengärung (klassisch)

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Klassische Flaschengärung
Bei der Urmethode der Sektherstellung, der Méthode champenoise, findet die zweite Gärung in der einzelnen Flasche statt, die der Sekt erst zum GenussSekt Flaschengärung (klassisch) wieder verlässt. Nach der zweiten Gärung ruht und reift der Sekt mehrere Monate, manchmal Jahre, auf seiner Hefe im dunklen und kühlen Keller. Danach werden die Flaschen waagerecht in so genannte Rüttelpulte gesteckt, vier Wochen lang täglich vorsichtig gedreht und gleichzeitig immer steifer mit dem Kopf nach unten
Doch wie kommen die Perlen in das Getränk, dem es gelingt, uns ganz leicht über den Boden des Alltags zu heben?Sekt ist im eigentlichen Sinne ein in den Weinbergen gewachsenes Naturprodukt. Das Besondere aber, sein charakteristisches Perlenspiel, geht erst aus einer zweiten Gärung des Weines hervor. Ganz zu Anfang steht die Auswahl des Weines. Hierbei werden vor allem solche bevorzugt, die säurebetont, rassig, elegant und äußerst reintönig sind. Denn beim Winzersekt werden nicht, wie bei den "Cuvées" üblich, mehrere Rebsorten miteinander vermischt, sie sind immer aufgerichtet. Nach diesem aufwändigen Prozess hat sich die Hefe vollständig im Flaschenhals angesammelt. Die Flaschenhälse werden in eine Kältesole getaucht, sodass die Hefe gefriert. Wird die Flasche nun geöffnet, platzt der Hefepfropfen heraus. Der geringfügige Verlust in der Flasche wird ausgeglichen, die Flasche wieder mit einem Stopfen verschlossen und mit einem Draht gesichert. Da der Begriff der Méthode champenoise seit vielen Jahren den Erzeugnissen aus der Champagne vorbehalten ist, erhält Sekt, der nach diesem Verfahren hergestellt wird, in Deutschland die Bezeichnung "traditionelle" oder auch "klassische Flaschengärung".
Sekt hat seine eigenen Rituale und Regeln. Während manche Weine zu Hause noch reifen können, verlässt der Sekt die Keller der Winzer auf dem Höhepunkt seiner Reife. In kühlen, dunklen Kellern lässt er sich jedoch ohne weiteres ein bis drei Jahre lagern, ohne seine Spitzenqualität zu verlieren.

Spätburgunder

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(frz. "Pinot Noir" = Fichtenzapfen). Alte Rotweinsorte aus Frankreich / Burgund von sehr hoher Qualität, wurde unter Karl dem III. ca. 880 als "Cläver" in Süddeutschland eingeführt. Spätburgunder ist eine empfindliche Rebsorte die stark reagiert auf Kälte und Hitze.

Spätburgunder - Rebsorten

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Was der Riesling qualitativ für die Weißweine bedeSpätburgunder - Rebsortenutet, verkörpert der Spätburgunder oder Pinot Noir unter den Rotweinen: Weine für gehobene Ansprüche.

Geschichte
Die Rebsorte Spätburgunder oder Pinot Noir zählt zur Burgunderfamilie. Diese gehört wohl zu den frühesten aus den Wildreben im westlichen Mitteleuropa ausgelesenen Sorten. Karl der Dicke brachte die Sorte 884 an den Bodensee. Im 13. Jahrhundert wurde sie im Rheingau gepflanzt. Im 16. Jahrhundert stand sie vermutlich auch in der Pfalz. Im 18. Jahrhundert soll die Sorte aus dem Burgund an die Ahr gebracht worden sein. Einen Aufschwung erfuhr die Sorte vor 150 Jahren mit der Ausweitung der Sektproduktion, für die man reine Burgunderweinberge anpflanzte. Als Synonyme werden die Begriffe "Pinot Noir" und in Teilen Badens "Klevner" benutzt.

Bedeutung
In Deutschland sind rund 11.600 Hektar Rebfläche mit der Sorte Spätburgunder bestockt, das entspricht einem Anteil von mehr als zehn Prozent an der Gesamtrebfläche. Winzer und Verbraucher favorisieren die Sorte zunehmend. Seit Beginn der 90er Jahre wuchs die Spätburgunderfläche um mehr als 3.000 Hektar an. Die meisten Reben dieser Sorte stehen in Baden (mehr als 5.800 Hektar) - mit einem Schwerpunkt am Kaiserstuhl - und in der Pfalz (mehr als 1.500 Hektar). Daneben zählen Rheinhessen und Württemberg mit ebenfalls mehr als 1.000 Hektar sowie der Rheingau (400 ha) und die Ahr mit mehr als 300 Hektar zu den wichtigen Anbaugebieten für Spätburgunder. In zehn Anbaugebieten zählt er zu den Classic-Rebsorten.
Anbau
Die edle und sehr alte Sorte verlangt viel Sorgfalt und stellt hohe Ansprüche an Klima und Boden. Am besten gedeiht sie in sogenannten Rieslinglagen, also besten Lagen. Sind die Wuchsbedingungen gut, läuft sie zur Hochform auf und lohnt die Mühe mit den schönsten Rotweinen der Welt.
Ausbau/Geschmack
Die Sorte wird vornehmlich als trockener Rotwein ausgebaut, teilweise auch mit einer gewissen Restsüße. Hin und wieder findet man auch Roséweine vom Spätburgunder und auch Sekt. Werden die Trauben nach der Lese sofort abgepresst, so lässt sich aus dem hellen Saft ein "Blanc de Noirs", ein Weißwein aus dunklen Trauben herstellen. Höhere Qualitäten bauen viele Produzenten auch im Barriquefass aus.
Genuss
Spätburgunderweine schmecken vollmundig und samtig und haben ein fruchtiges Aroma und Nuancen von Mandel. Der typische Spätburgunder hat einen leicht süßlichen Duft nach roten Früchten, von Erdbeere über Kirsche und Brombeere bis hin zur schwarzen Johannisbeere. Bei Barriqueweinen kommen Vanille-Zimt-Anklänge hinzu. Man unterscheidet den klassischen und den modernen Typ. Traditionell wurden die besten Spätburgunder aus hochreifen Trauben gewonnen, waren nicht sehr farbintensiv, mild, gerbstoffarm und von rostroter Farbe. Neben diesem klassischen Typ gewinnt der moderne Spätburgunder mit kräftigem Rot, mehr Gerbstoff, weniger Säure und häufig kurzer Lagerung im kleinen Eichenfass immer mehr an Bedeutung.
Spätburgunder Rotweine sind ideal für die kühlere Jahreszeit. Man trinkt sie chambriert auf 16 bis 18 Grad. Kräftige Varianten begleiten am besten Braten oder Wild oder auch eine Käseplatte. Weißherbst gefällt zu Vorspeisen und weißem Fleisch, in Auslesequalität auch als Aperitif.

Spätlese

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Spätlese: reife, elegante Weine mit feiner Frucht, die etwas später geerntet werden

Temperatur

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Für die Trinktemperatur Ihrer Weine gelten folgende Richtwerte:
QbA bis Spätlese Auslese bis Trockenbeerenauslese

Weißweine
jung (bis 5 Jahre) 9-11º C 10-12º C
älter (über 5 Jahre) 10-12º C 12-14º C

Weißherbst/Rosé
jung (bis 3 Jahre) 9-13º C 12-14º C
älter (über 3 Jahre) 12-14º C 12-14º C

Rotwein
jung (bis 3 Jahre) 14-16º C 17-19º C
älter (über 3 Jahre) 16-18º C 17-19º C

Sekt/Schaumwein 8-10º C

Trockenbeerenauslese

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Aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren ist die Trockenbeerenauslese die Spitze der Qualitätspyramide, süß und honigartig ist sie von extremer Alterungsfähigkeit über viele Jahrzehnte.

Trockene Weine

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Trocken ist nicht gleich trocken. Für Wein und Sekt gelten unterschiedliche Geschmacksangaben. Dabei steht der gleiche Begriff bei Wein und Sekt für einen unterschiedlichen Gehalt an Restzucker. Man unterscheidet beim Wein vier Geschmacksrichtungen.
Trocken ist die Bezeichnung für Weine, die fast ganz oder völlig durchgegoren sind, das heißt für Weine mit einem Restzuckergehalt bis höchstens 4 Gramm im Liter. Der Gesetzgeber erlaubt die Bezeichnung trocken darüber hinaus bis zu einem Restzuckergehalt von 9 Gramm, wenn der in g/l Weinsäure ausgedrückte Gesamtsäuregehalt höchstens 2 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt (Formel: Säure + 2 bis zur Höchstgrenze 9). Ein trockener Wein ist nicht gleichbedeutend mit sauer. Er enthält eben nur wenig unvergorenen Zucker. Allerdings schmeckt man bei trockenen Weinen eine höhere Säure eher.
Halbtrockene Weine dürfen bis 12 Gramm Restzucker je Liter aufweisen, bzw. bis 18g/l, wenn dabei der Restzuckergehalt den Säuregehalt nicht mehr als 10g übersteigt. (Formel: Säure + 10 bis zur Höchstgrenze 18).
Liebliche Weine weisen einen Restzuckergehalt auf, der die für halbtrocken festgelegten Werte übersteigt, aber höchstens 45 g/l erreicht. Die Angabe süß ist ab 45 g/l zulässig.

Versanddosage

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in Wein gelöster Zucker (Saccharose) Der Alkoholgehalt darf dadurch um max. 0,5 % vol. erhöht werden. Bestimmt den Geschmack des Sektes Statt Zucker kann auch
• Traubenmost oder teilweise gegorener Traubenmost
• konzentrierter Traubenmost
• Wein mit Restsüße
• rektifiziertes Traubenmostkonzentrat (RTK) oder
• Weindestillat
verwendet werden.

Verschnitt

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Auch Cuvee. Cuvée kommt aus dem Französischen und bezeichnet den Gärbehälterinhalt (Cuve =Gärbehälter). In Frankreich ist ein Cuvee ein seperat abgefüllter Wein, der ein Verschnitt aus mehreren Rebsorten oder auch aus einer einzelnen Lage sein kann. In Deutschland steht der Begriff Cuvee für Verschnitt.
Mit dem Verschneiden von Weinen soll die Qualität des Produktes erhöht werden als auch eine konstante Qualität und ein konstanter Geschmack über mehrere Jahrgänge erreicht werden.

Wein, Alkoholreduzierter

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Entgegen weitverbreitetem Glauben gibt es keine alkoholfreien, sondern nur teilentalkoholisierte Weine. Bei der Entalkoholisierung wird ein hohes Vakuum aufgebaut, das erlaubt, über die Erwärmung des Weines auf 32 bis 36° C den Alkohol auf schonende Weise zu entziehen. Durch die sofortige Rückkühlung soll die Frische und Fruchtigkeit optimal erhalten werden. Aromastoffe, die sich während des Verfahrens verflüchtigen, werden aufgefangen und dem Wein direkt wieder zugeführt.

Weinaromen

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Das komplette Genusserlebnis mit dem Wein-Aromarad.
Genuss - insbesondere der von Wein - spielt sich nicht nur auf der Zunge ab, sondern ganz wesentlich auch in der Nase. Wollen wir die Bedeutung des Schmeckens und Riechens vergleichen, so liefert der Geschmack ein Grundmuster und informiert über die Harmonie des Weines. Demgegenüber vermittelt der Geruch dessen Vielfalt und unendliche Feinheiten. Die Geschmacksknospen der Zunge lassen uns die vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter und salzig erkennen. Im Geruch hingegen offenbaren sich über tausend Geruchsnuancen, von denen die wichtigsten für deutsche Weine im Aromarad zu finden sind. Das komplette Genusserlebnis bilden Geschmack und Geruch aber erst gemeinsam. Beim Schmecken des Weines treten, durch ausgiebiges Schlürfen unterstützt, die Aromastoffe in die Atemluft und beim Ausatmen zwangsläufig in die Nase. Hier entscheidet sich erst, ob der Wein fruchtig oder blumig schmeckt. Wie wichtig dieser sogenannte retronasale Geruch während des Schmeckens ist, kann jeder bei einem Schnupfen feststellen, wenn selbst die Lieblingsspeise plötzlich fad schmeckt, da der Zugang zum Geruchssinn für die Aromastoffe blockiert ist.
Was Sie nun alles riechen und schmecken können, welche Schlussfolgerungen Sie daraus ziehen können und vor allem wie man dies auch kompetent in Worte fassen kann, das alles zeigt Ihnen das Aromarad.
Weinbereitung im Keller
Wein ist das Erzeugnis, das ausschließlich durch vollständige oder teilweise alkoholische Gärung der frischen, auch eingemaischten Weintrauben oder des Traubenmostes gewonnen wird, heißt es im deutschen Weingesetz. Dahinter stehen vielfältige Aufgaben des Kellermeisters, bis der in Flaschen gefüllte Wein seinen Weg zum Kunden nehmen kann.
Maischen und Keltern
Die Arbeit beginnt nach der Lese mit dem Entladen der Traubenbütten an der Kelterstation. Bei der Weißweinbereitung werden die Trauben nach der Lese sofort schonend gepresst (Ganztraubenpressung) oder entrappt (von Stielen und Stängeln befreit), gemaischt und entweder sofort oder nach kurzen Maischestandzeiten gepresst. Die Maische ist der Fruchtbrei, der durch das Zerquetschen bzw. Mahlen der Trauben entsteht.
Bei der Rotweinbereitung sind im wesentlichen zwei Verfahren üblich: Maischegärung, dabei lässt man die Maische solange gären, bis ausreichend Farb- und Gerbstoffe gelöst sind und lässt den abgepressten roten Most dann endgültig vergären. Thermische Maischebehandlung, dabei wird die Maische kurze Zeit erwärmt bzw. erhitzt, um die Farbstoffe zu lösen. Nach Abkühlung der Maische erfolgt die Kelterung und Vergärung des so gewonnenen roten Mostes. Viele Winzer arbeiten heute auch mit einer Kombination beider Verfahren bei der Rotweingewinnung. Wird die Maische aus roten Trauben sofort abgepresst, ist das Ergebnis Roséwein oder der Weißherbst.
Mostbehandlung und Anreicherung
Nach Vorklären des Mostes auf natürliche Art durch Absetzenlassen, mit Hilfe eines Separators (durch Zentrifugation) oder eines speziellen Filters, empfiehlt es sich, schon vor der Gärung bestimmte kellertechnische Behandlungen durchzuführen. Es wirkt schonender, wenn man zur Entfernung eventuell vorhandener störender Inhaltsstoffe bestimmte Methoden anwendet (zum Beispiel Bentonitbehandlung zur Vermeidung von Eiweißtrübungen). In Weinjahrgängen mit zu hohen Säurewerten dürfen die Winzer Moste oder Wein mittels kohlesaurem Kalk behandeln und entsäuern. Die natürlich vorhandenen Hefen im Most genügen oft nicht, um eine spontane Gärung herbeizuführen. Deshalb verlässt man sich heute zunehmend auf den Einsatz von speziellen Reinzuchthefen, die die Gärung in Gang bringen. Bei Tafel- und Qualitätsweinen b. A. ist eine Zuckerung des Mostes zulässig. Auch in Frankreich und in anderen großen Weinbauländern bedient man sich dieser Methode der Anreicherung oder Chaptalisation, um eine höhere Alkoholausbeute durch Zugabe von Zucker zu erreichen.

Das EU-Recht erlaubt hierzu die Zugabe von Saccharose oder die Zugabe von konzentriertem Traubenmost oder die Zugabe von rektifiziertem Traubenmostkonzentrat (RTK) bei Tafelwein die teilweise Konzentrierung durch Kälte. Dabei müssen bestimmte analytische Grenzwerte berücksichtigt werden. Der Höhe des Zusatzes und den damit verbundenen Alkohol-Volumenänderungen sind strenge Grenzen gesetzt. Das deutsche Weingesetz schränkt die EU-rechtlichen Möglichkeiten im Gegensatz zu anderen Anbauländern drastisch ein: die Anreicherung ist bei Qualitätsweinen mit Prädikat ausnahmslos verboten.
Die Gärung
Bei einfachen bis mittleren Qualitäten ist die alkoholische Gärung bei Temperaturen 14 - 20 Grad Celsius und unter Bildung von Alkohol und Kohlensäure innerhalb von acht bis zehn Tagen beendet. Bei hochwertigen Mosten mit hoher Zuckerkonzentration kann die Gärung sogar Monate dauern (zum Beispiel bei Trockenbeerenauslesen). Der Gärungsverlauf wird oft durch Kühlung oder Erwärmung gesteuert. Auch mit Hilfe von Edelstahl-Druckbehältern kann eine gezügelte Gärführung erreicht werden. Damit ist es beispielsweise möglich, einen Wein nicht ganz durchgären zu lassen, sondern eine bestimmte Menge Fruchtzucker als Restzucker zu erhalten. Das hefetrübe, noch gärende Produkt bezeichnet man auch als Federweißer, Bitzler, Rauscher oder Sauser. Nach Beendigung der Gärung nennt man es Jungwein.
Der Ausbau von Wein
Nach Beendigung der Gärung wird der Hefetrub, der sich am Fass- oder Tankboden abgesetzt hat, vom Jungwein getrennt. Man nennt diesen Vorgang Abstich. Danach wird der Wein häufig geschwefelt, um Aldehyde, die den Weingeschmack beeinflussen könnten, zu binden und um den Wein vor Oxydation zu schützen. Vor allem bei Rotwein wird oft Wert auf den biologischen Säureabbau gelegt, bei dem unter Mitwirkung von Milchsäurebakterien die Apfelsäure im Wein reduziert wird (biologischer Säureabbau bzw. malolaktische Gärung).
Der zweite Abstich erfolgt meist in Verbindung mit einer Schönung. Hierbei werden dem Wein Schönungsmittel zugesezt, die feinste Trubteilchen binden und beim Abstich entfernt werden.
Die Restsüße eines Weines lässt sich durch Gärungsunterbrechung oder Zugabe von unvergorenem Traubenmost kurz vor der Abfüllung erreichen. Bei sehr hohen Qualitäten wie Auslesen, Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eiswein kommt es sehr häufig vor, dass der Zucker nicht vollständig vergärt und so auf natürliche Weise Restzucker im Wein erhalten bleibt.
Reife und Abfüllung
Die Zeit der Lagerung eines Weines im Fass und nach der Abfüllung in der Flasche, also die Zeit der Reife, kann die Weinqualität und den Geschmack entscheidend beeinflussen. Unter dem Gesichtspunkt, dass Verbraucher heute vornehmlich junge und frische Wein bevorzugen, werden Weißweine oft nach kurzer Lagerung abgefüllt und auf den Markt gebracht. Hochwertige Spitzenweine werden hingegen erst nach deutlich längerer Lagerzeit in Flaschen gefüllt.
Bei Rotweinen und auch bei weißen Burgundersorten ist die Lagerung in kleinen, ungebrauchten Eichenholzfässern (Barrique) in den letzten Jahren zunehmend populär geworden.
Die Flaschenfüllung erfolgt heute je nach Betriebsgröße mit halb- oder vollautomatischen Abfüllanlagen unterschiedlicher Größe und Kapazitätsleistung. Die Flaschen werden bei diesem Vorgang sterilisiert, um Verunreinigungen völlig auszuschließen und nach der Füllung sofort mit Korken oder Schraubverschlüssen abgeschlossen. Da der Wein danach einige Wochen zur Ruhe kommen sollte, lagern die Flaschen in temperierten Lagerräumen, bevor sie in den Versand gehen. Die Ausstattung durch Etikett und Kapsel wird je nach Betriebsstruktur direkt nach der Abfüllung oder später nach Bedarf vorgenommen.

Weinlagen

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bezeichnet den Namen und die Umgrenzung eines Weinberges, der gesetzlich erfasst und geschützt ist.

Die besten Voraussetzungen für den Weinbau in Deutschland liefern süd- oder südwestexponierte Hänge in geschützten Tälern, wie am Rhein und dessen Nebenflüssen sowie an Elbe, Saale und Unstrut. Die Sonnenbestrahlung ist an den Hanglagen intensiver als in der Ebene. Zudem profitieren die Südhänge von einer längeren Sonnenscheindauer.
Die deutschen Rebflächen werden für die Bezeichnung von Tafelwein und Landwein in 5 Tafelweinbaugebiete mit 8 Untergebieten und 19 Landweingebiete gegliedert. Für die Herstellung von Qualitätswein wird die deutsche Rebfläche in 13 bestimmte Anbaugebiete für Qualitätswein mit insgesamt 39 Bereichen, 167 Großlagen und 2.658 Einzellagen gegliedert. Die Großlagen haben vor allem im Lebensmittelhandel und im Export eine Markenfunktion übernommen und dienen dem Verbraucher als Orientierung. Die Einzellagen bieten unterschiedliche Voraussetzungen für die Erzeugung von Spitzenweinen. Im Gegensatz zu Weinbauländern wie Frankreich gibt es in Deutschland - vom Rheingau abgesehen - bislang keine allgemein anerkannte Klassifikation der Weinbergslagen.

Weinstein

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Die Kristalle im Wein sind weder schädlich noch sind sieWeinstein ein Zeichen mangelnder Qualität - ganz im Gegenteil.
Die "Edelsteine" des Weines sind durchaus schon in jungen Weinen zu finden. Schließlich sind sie ein Zeichen für einen hohen Gehalt an
 Mineralien. Am häufigsten jedoch finden sie sich bei älteren, wertvollen Weinen, also bei Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen. Bei ihnen sind die Kristalle am Korkspiegel oder an der Flaschenwand das Kennzeichen langer Lagerung. Der Fachmann spricht hier vom "Altersweinstein", den man an den größeren Kristallen erkennt, die sich erst nach und nach bilden.
Woher kommt Weinstein?
Je reifer die Trauben sind, desto größer ist der Anteil an Weinsäure. Und je länger sie am Rebstock reifen, desto länger haben die Trauben auch Zeit, aus dem Boden viele Mineralien aufzunehmen. Treffen diese Mineralien und Weinsäure aufeinander, so kann sich nach und nach Weinstein bilden. Diese Kristalle lösen sich nicht im Wein, sondern sie fallen aus - an der Flaschenwand, am Boden, am Korken oder bereits im Fass.
Weinstein hat keinen Einfluss auf die Qualität eines Weines. Aber es gibt trotzdem einen interessanten Zusammenhang: Eine langsame Gärung bei geringen Temperaturen schont die Duft- und Aromastoffe im Wein. Je langsamer und länger die Gärung, desto weniger Weinstein bildet sich im Fass - und umso eher später in der Flasche. Also kann Weinstein in der Flasche ein Zeichen für die gute Arbeit des Winzers und die Qualität des Weines sein.

Weißer Burgunder - Rebsorte

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Elegante Weißburgunder, trocken ausgebaut, mit frischer Säure und feiner Frucht sind ideale Menüweine, aber auch leichte Sommerweine.
Der BlaWeißer Burgunder - Rebsorteue Burgunder (Pinot Noir) wird als Urform des Burgunders angesehen. Beim Grauburgunder handelt es sich um eine helle Knospenmutation des Blauen Spätburgunders, der Weiße Burgunder kann als Fortsetzung dieser Mutation über den Grauen Burgunder betrachtet werden. Bis zum Beginn der Traubenreife lassen sich diese drei echten
 Burgundersorten kaum unterscheiden, mit zunehmender Reife entwickeln sich die Ausprägung der Traubenfarbe und die Duft- und Geschmackskomponenten. Nachweislich bekannt ist der Pinot Blanc seit dem 14. Jahrhundert.

Bedeutung
Nicht nur hier zu Lande, sondern auch bei unseren Nachbarn ist der Weißburgunder vertreten. In Frankreich heißt die Sorte Pinot Blanc, in Italien Pinot Bianco, auch in Österreich, der Schweiz oder Slowenien ist die Sorte verbreitet. Die deutschen Winzer entdecken mehr und mehr den Wert dieser eleganten Rebsorte. 3.300 Hektar oder gut 3 Prozent der deutschen Rebfläche sind derzeit mit der Sorte bestockt, die überall dort gedeiht, wo es für den Riesling schon zu heiß ist. Seit mehreren Jahrzehnten beobachten wir einen stetigen Aufwärtstrend, eine Verdoppelung der Rebfläche innerhalb des letzten Jahrzehnts. Baden gilt mit mehr als 1.100 Hektar als eine Hochburg des Weißburgunders, ebenso die Pfalz mit mehr als 700 und Rheinhessen mit mehr als 600 Hektar. Erwähnenswerte Bedeutung besitzt der Weiße Burgunder auch an Nahe und Mosel.
Anbau
Auch die Ansprüche des Weißburgunders an Boden und Klima deuten auf die Verwandtschaft mit dem Spätburgunder hin. Diese Ansprüche sind hoch: bevorzugt werden warme, möglichst tiefgründige und kräftige Böden sowie exponierte, trocken-warme Lagen. Die Sorte bereitet im Anbau wenig Probleme und kann durch eine lange Reifezeit hohe Mostgewichte erreichen.
Ausbau/Geschmack
Der Weißburgunder präsentiert sich im Glas blass- bis hellgelb, im Duft zart und verhalten. Typisch ist sein leicht nussiges Aroma. Trocken ausgebaut passt er mit mittlerem bis kräftigem Körper und einer feinrassigen Säure zu vielen Speisen. Im Spät- und Auslesebereich werden auch Barriquefässer zum Ausbau benutzt. Zudem sind edelsüße Weine und erfrischende Weißburgundersekte in begrenzter Anzahl verfügbar.
Genuss
Elegante Weißburgunder in der trockenen Geschmacksrichtung, mit frischer Säure und feiner Frucht sind ideale Menüweine. Neben leichten Sommerweinen finden sich kraftvolle Abfüllungen bis hin zur trockenen Auslese. Nicht übertrieben alkoholreich besitzt der Weißburgunder ein dezentes Aroma, das häufig an grüne Nüsse, Apfel, Birne, Quitte, Aprikose, Zitrusfrüchte oder frische Ananas erinnert. Mäßiger Körper und eine angenehm erfrischende Säure zeichnen ihn als vielseitig verwendbaren Menüwein aus. Er ist damit gut geeignet zu Meeresfrüchten, Fisch, Kalb- und Schweinefleisch sowie Geflügel, oder einfach als gut gekühlter Terrassenwein. Extraktreichere Varianten und Barriqueweine passen auch zu Lamm oder zarten Gerichten vom Jungwild.

Wild und Wein

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Deutsche Weiß- und Rotweine garantieren harmonischen Genuss zur Jagdsaison.
Jedes Jahr zur Wildsaison gelingt den Liebhabern kulinarischer Genüsse der „Widerspenstigen Zäh-mung“. Denn die vielfältigen und höchst unterschiedlich ausgeprägten Wildaromen, von Kennern „Haut-gôut“ genannt, sind Wild und Weinbei der Wahl ihrer Weinpartner
 

bei Tisch nicht zimperlich. Leicht übertönen sie einen köstlichen Tropfen, der beim geselligen Miteinander mit Wildgerichten nicht ausdrucksvoll und nachhaltig genug auftritt. Wildschwein, Hirsch, Hase oder Rebhuhn beispielsweise entwickeln im Ofen geschmackliche Nuancen, denen nur ein kraftvoller und intensiver Wein gewachsen ist. Andere Wildgerichte sind auf dem Teller scheu und zurückhaltend, lassen sich aber mit eleganten, feinen Weinaromen aus der Reserve locken. Rehfilet und Spätburgunder beispielsweise ist eine gelungene Kombination – fein, elegant und den-noch beeindruckend intensiv.
Es ist ein glückliches Phänomen, dass die Vielfalt der Wildgerichte auf eine ebenso große Auswahl von passenden Weinen trifft und so eine erstaunliche Flexibilität ermöglicht. So lässt sich leicht mit einem Vorurteil aufräumen, zum Wild passe nur ein kräftiger Rotwein. Das Gegenteil ist belegt: Auch Weißwein geht mit Wild überaus harmonische Verbindungen ein. Ja, es haben sich regelrechte Freundschaften entwickelt, die in der Saison Jahr für Jahr neu aufleben. Ausdrucksvolle Weine wie Selection, Spätlesen oder Auslesen schmücken ein Wildmenü ebenso wie ein Riesling mit frischer Säure. „Die Säure lässt dabei das kräftige Fleisch leichter erscheinen,“ ist die Erfahrung von Susanne Spies, Sommelière des Dortmunder Sterne-Restaurants „La Table“. Die Fachfrau und Weinexpertin, vom Gault Millau zur Sommelière des Jahres 2004 gekürt, empfiehlt auch gerne reifen Riesling, der seine Restsüße schon etwas abgebaut hat. Aber auch Gewürztraminer oder Grauburgunder sind ideale Begleiter beispielsweise dann, „wenn das Wildgericht von delikaten Pilzen begleitet wird oder Fenchel und Ingwer die Würze beisteuern.“ Auch bei geschmortem Wild macht ein kräftiger Weißwein mit zarter Süße eine gute Figur. Das klassische „Ofenstück“ mit seinen ausgeprägten Röstaromen dagegen sucht einen kraftvollen Roten, etwa Lemberger oder Dornfelder, der auch gerne einige Zeit im Holzfass verbracht haben darf. Insbesondere für diese Kombination gilt dann der kulinarische Hinweis: Achtung – Wild!

Württemberg - Anbaugebiet - Dichter, Denker und "Viertelesschlotzer

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Der Weinkonsum ist in Württemberg doppelt so hoch wie im Rest der Republik. Der Trollinger stillt den Durst und der Lemberger beflügelt die Gedanken.
Württemberg im Überblick
Geographische Lage:Zwischen Reutlingen und Bad Mergentheim; Zentren in Stuttgart und Heilbronn. Klima: Milde Jahrestemperaturen, durch Schwarzwald und Schwäbische Alb geschützte Tallage des Neckars. Böden:Verschiedene Keuperformationen; am mittleren Neckarraum Muschelkalkinseln. Rebfläche: ca. 11.500 ha, 6 Bereiche, 17 Großlagen, 207 Einzellagen. Rebsorten: Trollinger, Riesling, Schwarzriesling, Lemberger, Spätburgunder, Kerner, Müller-Thurgau, Silvaner und als Spezialitäten Samtrot und Frühburgunder (Clevner). Vermarktung:weitgehend über Weingärtnergenossenschaften an Endverbraucher, über Fachhandel, Gastronomie und Lebensmittelhandel, vor allem im Raum Baden-Württemberg.

Zentrifugieren

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Beim Zentrifugieren wird die (Zentrifugalkraft) ausgenützt, um unerwünschte Teilchen aus der Flüssigkeit zu entfernen.

Zucker

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Im Traubenmost ist hauptsächlich enthalten:Traubenzucker (Einfachzucker Glucose und Fruchtzucker (Fructose). Bei der Gärung werden beide in Äthylalkohol und Kohlendioxyd umgewandelt. Bei der Glucose erfolgt dies schneller. Die Fructose süßt etwa doppelt so stark wie die Glucose und überwiegt auch beim sogenannten Restzucker.

 

 

Quelle: Hooliday kleines Weinlexikon

 

 

 

Badische Weinstraße